Barrikade-Moers http://www.barrikade-moers.de Endstation Sehnsucht Sun, 29 Aug 2010 20:14:41 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Libertäre Medienmesse in Oberhausen http://www.barrikade-moers.de/2010/08/29/libertaere-medienmesse-in-oberhausen/ http://www.barrikade-moers.de/2010/08/29/libertaere-medienmesse-in-oberhausen/#comments Sun, 29 Aug 2010 20:13:37 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/08/29/libertaere-medienmesse-in-oberhausen/ ]]> http://www.barrikade-moers.de/2010/08/29/libertaere-medienmesse-in-oberhausen/feed/ Wir sind wieder am Start http://www.barrikade-moers.de/2010/08/26/wir-sind-wieder-am-start/ http://www.barrikade-moers.de/2010/08/26/wir-sind-wieder-am-start/#comments Thu, 26 Aug 2010 11:09:36 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/08/26/wir-sind-wieder-am-start/ Am Freitag, dem 10. September, also eine Woche nach der LiMesse in Oberhausen wird die „Barrikade“ nach einer kleinen Erholungspause wieder ihre Pforten öffnen.

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Wer uns unbedingt früher sehen möchte, kann gern am 3./4. oder 5. September zum Druckluft in Oberhausen zur Libertären Medienmesse kommen.
Die meisten Barricadistas sind dort vor Ort aktiv. Auch das Syndikat-A ist dort neben zahlreichen anderen Projekten vertreten. Als Highlight konnten wir die legendären HipHopper „Anarchist Academy“ für ein Konzert am Samstagabend gewinnen.
Nähere Informationen könnt ihr hier bekommen: *Klick*

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Revolution in Deutschland http://www.barrikade-moers.de/2010/05/30/revolution-in-deutschland/ http://www.barrikade-moers.de/2010/05/30/revolution-in-deutschland/#comments Sun, 30 May 2010 16:24:55 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/05/30/revolution-in-deutschland/ align=

Am Freitag, den 18.6. ist der Autor Bernd Langer bei uns zu Gast, um sein Buch vorzustellen. Beginn 20.30 Uhr.

Hier noch was Inhaltliches:
Linke Urteile über die Politik der KPD in den Jahren vor der Machtübertragung an die deutschen Faschisten klaffen weit auseinander.
Vor allem trotzkistische Organisationen chrakterisieren die Partei als sowjetgesteuert, andere kritisieren vor allem die Sozialfaschismusthese und das Nichtzustandekommen einer Einheitsfront von Kommunisten und Sozialdemokraten im Kampf gegen den Faschismus.

Bernd Langer, seit den 1980er Jahren Aktivist der Antifabewegung, beleuchtet in »Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918–1923« die Politik der jungen KPD, den sowjetrussischen Einfluß auf sie sowie Ursprünge des Faschismus.
Detailliert geht der Autor auf die eskalierenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen nach dem Ersten Weltkrieg ein und beschreibt die Spaltung der Sozialdemokratie sowie die Auswirkungen des Machtantrittes der Bolschewiki in Rußland auf Deutschland. Der Autor listet die Erhebungen –angefangen mit dem Matrosenaufstand in Kiel, dem Ausgangspunkt für die Novemberrevolution 1918 – auf und schildert die Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 durch einen Generalstreik.
Er beschreibt die daraus entstehenden Kämpfe im Ruhrgebiet mit der Bildung der Roten Ruhrarmee, geht auf den Mitteldeutschen Aufstand 1921 im Raum Halle/Merseburg ein und schildert die Abspaltung der KAPD.

Zweite Revolution
Langer beleuchtet die Umstände, die trotz vieler Unterschiede mit der heutigen Realität linker und kommunistischer Organisationen korrespondieren. Er resümiert: »Mit 1921/23 verbindet sich in Deutschland ein politischer Aufbruch, hier wird ein Markstein für die parlamentarische Demokratie gesetzt, und die Linksradikalen weisen mit ihren Utopien über den Kapitalismus hinaus.«.
In dieser Phase finde sich auch der Ursprung des Gegensatzes von Faschismus und Antifaschismus.

Langer beschreibt die Aufstände in der revolutionären Nachkriegskrise zwischen 1918 und 1923 sachlich und in vielen Einzelheiten. Das ermöglicht es den Lesern, sich ein eigenes Bild von den damaligen politischen Auseinandersetzungen in Zeiten von antikommunistisher Hetze, politischer und ökonomischer Krise zu machen. Die über 300 Abbildungen machen das Geschehen in dem lesenswertem Geschichtsbuch lebendig.

Der Autor wird auf den Januar­aufstand 1919 in Berlin eingehen, einen der Höhepunkte revolutionärer Kämpfe in Deutschland. Tausende bewaffnete Arbeiter und Soldaten wollten damals eine zweite Revolution erzwingen. Sie waren entschlossen, die Räterepublik zu erkämpfen, und gingen bewußt die militärische Konfrontation ein. Besonders schwer waren die Kämpfe im Zeitungsviertel und um das Polizeipräsidium am Alexanderplatz.

Dominierende Kraft
Am Ende seines Werkes legt der Autor eigene Einschätzungen der damaligen Entwicklung dar. Demnach wurden die bewaffneten Aufstände bis 1920 vor allem von spontanem Aktivismus vorangetrieben, die Erhebungen von 1921 und der Hamburger Aufstand 1923 seien aus Sowjetrußland dirigiert worden.
Mit Unterstützung Moskaus sei die KPD zur dominierenden Kraft der linksradikalen Bewegung Deutschlands geworden.
Langer stellt die Frage, inwieweit die KPD danach aufgrund der Lenkung durch die Komintern überhaupt noch als revolutionär zu bezeichnen sei. Sie unterlag seit 1924 nach seiner Auffassung einer »stalinistischen Transformierung«, »Revolu­tion« bleibe nur als Schlagwort erhalten…(zitiert nach der „Jungen Welt“)

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Liedermacher-Massaker in der Barrikade http://www.barrikade-moers.de/2010/05/30/liedermacher-massaker-in-der-barrikade/ http://www.barrikade-moers.de/2010/05/30/liedermacher-massaker-in-der-barrikade/#comments Sun, 30 May 2010 12:13:33 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/05/30/liedermacher-massaker-in-der-barrikade/ AmFreitag, den 11.6. startet um 20.30 Uhr das Liedermacher-Massaker.
Ihr werdet also bis zu den Knöcheln in „Liedermacher-Blut“ waten.
Eintritt: Frei!

René Dombrowski ist ein anarchistischer Liedermacher. Politisch-plakative Texte treffen rotzige Gittare und leckeren Gesang. Diesmal bringt er nicht nur seine alten Lieder zum Besten, sondern mensch darf sich zudem auf neue Songs freuen….
Herr Dombrowski

BASSFELD, genannt der Thorsten, ist Dilettantengitarrist und Liederschreiber schöner Weisen namens „Streichwurstbrot“ oder „Stehtisch-Fetisch“. Gerne schreibt er auch Lieder mit anderen Anfangsbuchstaben. Wenn die Muse ihn knufft, gelingen ihm gar poetische Kleinode, denen Gastmusiker den letzten Schliff verpassen (für den Auftritt in der Barrikade erwarten wir eine stimmgewaltige Sängerin…). Lebensfroh und lustig kann das Ganze dann werden, aber natürlich immer mit der nötigen Portion Erdenschwere
„Das Thorsten“

Und Toszi, der Dritte im Bunde, kündigt sich so an:
*Toszi ist…*
/…infantil/ und /zynisch,/ /albern/ und /kritisch./ /Blödsinn/ trifft /Melancholie/ und /Fantasie/ den /Ist-Zustand./ Toszi schreibt Lieder manchmal vor Naivität strotzend und manchmal gut durchdacht. Doch immer mit einer gewissen Rotzigkeit a la mir-doch-egal-ob-der-Akkord-unsauber war-Stimmung. Womit sich die Wurzeln des Liedermachers zeigen: Punkrock. Schon in früher Jugend beeindruckten ihn mehr die Ärzte und Terrorgruppe als Modern Talking und Britney Spears. Das prägt!
Live umrahmt Toszi das chaotisch wirkende Bühnenprogramm mit kleinen Anektdoten aus Leben und Alltag, die humoristisch verarbeiten, was des Künstlers offene Augen sehen und seine Ohren hören. Selbstironie hat noch keinem geschadet – auch das weiß Toszi zu nutzen in jenen Stories und Liedern.
*Das ist…*
„Toszi“

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King of Sonsbecks Jamsession http://www.barrikade-moers.de/2010/05/26/king-of-sonsbecks-jamsession/ http://www.barrikade-moers.de/2010/05/26/king-of-sonsbecks-jamsession/#comments Wed, 26 May 2010 13:05:36 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/05/26/king-of-sonsbecks-jamsession/ Im Sinne des D.I.Y. wird es in der „Barrikade“ am 2.07.10 ab 20:00 eine Jamsession geben. Standardinstrumente für ein ordentliches Geschrammel (Gitarre,Schlagzeug,Bass) werden vorhanden sein. Leute, die andere Instrumente haben und diese auch spielen können, sind natürlich auch herzlich eingeladen.
mfg: der König xD

In diesem Sinne!!! align=

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You will find me if you want me in the garden…. http://www.barrikade-moers.de/2010/05/09/you-will-find-me-if-you-want-me-in-the-garden/ http://www.barrikade-moers.de/2010/05/09/you-will-find-me-if-you-want-me-in-the-garden/#comments Sun, 09 May 2010 19:01:48 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/05/09/you-will-find-me-if-you-want-me-in-the-garden/

Chrysantemum
For you I am a chrysantemum
Supernova, urgent star
Astera Compositae
For you I‘ll be a dandelion
a thousand flowerettes in the sky
Or just a drop in the ocean
If you know my name
don‘t speak it out
it holds a power – as before
Liliacea
A lily of the valley
a flower of saron
Helianthus annus
For you I even be a sunflower
Do you hear my enlightening laughter?
another reason to cut off an ear
You know my name, do you not?
don‘t say it
For it’s a sacred, immovable – frozen
Rosa, Anemone et
Nymphea alba
I‘ll even be a waterlily,
a marygold, a rose
or a little thistle
Euphorbiaa blue dahlia, a black tulip
that’s where opinions differ
the scholars disagree
My name, should you know it
remains unspeakable
and it’s spoken – malediction
(Einstürzende Neubauten)

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Die Welt-Klimakatastrophe http://www.barrikade-moers.de/2010/05/03/die-welt-klimakatastrophe/ http://www.barrikade-moers.de/2010/05/03/die-welt-klimakatastrophe/#comments Mon, 03 May 2010 05:42:30 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/05/03/die-welt-klimakatastrophe/

Film mit anschließender Diskussion.

„Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.“
Yann Arthus-Bertrand.

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Am Freitag, den 28.Mai: Eine Einführung in das Ideengebäude des Marxismus, Teil II http://www.barrikade-moers.de/2010/05/02/eine-einfuehrung-in-das-ideengebaeude-des-marxismus/ http://www.barrikade-moers.de/2010/05/02/eine-einfuehrung-in-das-ideengebaeude-des-marxismus/#comments Sun, 02 May 2010 17:14:23 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/05/02/eine-einfuehrung-in-das-ideengebaeude-des-marxismus/ „Das Kapital wird oft als das wichtigste Werk von Karl Marx betrachtet; Es beschäftigt sich vor allem mit der kapitalistischen Wirtschaft.
Im zweiten Teil des Referats werden wir uns der Kritik der politischen Ökonomie zuwenden, also der genauen Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seiner Mechanismen.
Wir werden uns Fragen zuwenden wie „Was ist der Wert einer Ware?“ „Was genau macht den Kapitalismus aus?“ und „Wie erzeugt ein Kapital Profit?“.
Erst wer die grundliegenden Prinzipien und Bewegungsgesetze des Kapitals kennt, kann die bürgerliche Gesellschaft auch nur im Ansatz verstehen.“

Beginn: 20.30 Uhr im Untergrund (Keller)

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Mode in der Barrikade… http://www.barrikade-moers.de/2010/04/18/mode-in-der-barrikade/ http://www.barrikade-moers.de/2010/04/18/mode-in-der-barrikade/#comments Sun, 18 Apr 2010 15:54:16 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/04/18/mode-in-der-barrikade/ … Wir sind nämlich nicht nur politisch total korrekt, sondern spielen auch modisch immer in der 1. Liga mit. Jeder Trendscout würde sich alle 10 Finger danach lecken, sich in unserem exklusiven Club die eine oder andere Anregung holen zu dürfen.

Beweise?
Bitte sehr:

Von sportlich…

…bis elegant

…ist bei uns für jeden Geschmack was dabei.

Poser finden auch ihr Plätzchen (okay, draußen in der Kälte, aber immerhin)

..und auf kleine Details wie ausgefallene Kopfbedeckungen

und chicke Handtäschchen

wird besonderer Wert gelegt.

Alles in allem sehen Barricadistas einfach total prima aus

obwohl manche schon so verboten sexy sind, daß es fast schon weh tut *sabber*

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Veranstaltung zum 1. Mai in der „Barrikade“/23.04.2010/19.30 Uhr http://www.barrikade-moers.de/2010/04/13/veranstaltung-zum-1-mai-in-der-barrikade/ http://www.barrikade-moers.de/2010/04/13/veranstaltung-zum-1-mai-in-der-barrikade/#comments Tue, 13 Apr 2010 12:43:21 +0000 Administrator Allgemein http://www.barrikade-moers.de/2010/04/13/veranstaltung-zum-1-mai-in-der-barrikade/ Am Freitag, den 23. April findet eine Veranstaltung zum „Euro-Mayday-Bündnis Ruhrgebiet“ statt. Zwei Referentinnen werden das Bündnis und dessen Inhalte vorstellen. Beginnn 19.30 Uhr in der „Barrikade“.

Im folgenden der Aufruf des Bündnisses:

Hast Du bezahlte Arbeit? Kannst Du davon leben? Hast Du freie Zeit? Was kannst Du Dir leisten? Kannst Du Dein Leben selbst bestimmen? Was wünscht Du Dir? Was machst Du im Alter?

Wir haben die Nase voll! Her mit dem schönen Leben – ohne Angst und Unsicherheit, ohne Ausbeutung und Unterdrückung, hier und überall! Der 1. Mai ist unser Tag, um gemeinsam als Parade laut und sichtbar zu sein und unseren Wünschen Ausdruck zu verleihen.
Der Euromayday ist eine Einladung, um gemeinsam mit anderen zu handeln, zu kämpfen und zu feiern!

Immer mehr Menschen werden Ansprüche und Garantien genommen. Sie werden in unsichere Lebensverhältnisse abgedrängt.
Mittlerweile arbeiten bereits ein Drittel aller Beschäftigten unter prekären Bedingungen, das heißt in Leiharbeit, in Minijobs, in befristeten Arbeitsverhältnissen, in mies oder gar nicht bezahlten Praktika, als Ich-AG oder als papierlose MigrantInnen ohne jeglichen Schutz.
Besonders in den Bereichen Pflege, Hausarbeit und Einzelhandel arbeiten zumeist Frauen, die angesichts der geringen Löhne und der niedrigen Stundenzahlen kein existenzsicherndes Einkommen erhalten.
Diese Prekarisierung und der radikalisierte Wettbewerb setzen auch die so genannten Stammbelegschaften unter Druck. Allein die Anwesenheit von LeiharbeiterInnen in einem Betrieb wirkt (lohn)disziplinierend.
Wir sollen mehr arbeiten und weniger verdienen. Die Bedrohung mit Armut und Ausschluss soll uns gefügig machen, niemand sich sicher fühlen. Das entwürdigende Regime der Hartz-Gesetze erzeugt Angst. Die Entrechtung und Gängelung der Erwerbslosen mit 1-Euro- Jobs, Vorladungen, Hausdurchsuchungen oder Zwangsumzügen wird
begleitet von einer widerlichen Missbrauchsdebatte, die ausgrenzen und isolieren soll.
Nach dem Ende von Kohle und Stahl ist diese Situation besonders hier im Ruhrgebiet zu spüren. Die Kommunen sind pleite und leiden unter einer hohen, verfestigten Erwerbslosigkeit. Umfassende Sparprogramme sollen jetzt helfen die Haushalte zu sanieren. Wie üblich wird dabei besonders im sozialen und soziokulturellen Bereich gespart.
Mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 soll der sterbende Dinosaurier Ruhrgebiet zu neuem Leben erweckt werden. Kultur wird zum Standortfaktor und Kreativität auf eine Geschäftsidee reduziert. Gerade der von der Kulturhauptstadt so gefeierte Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft ist das Modell eines stark prekarisierten Arbeitsmarktes.
Er wird bestimmt von Zeitverträgen und unsicheren, selbstständigen Arbeitsverhältnissen.

Die Politik bastelt an Prestige-Projekten, wie z.B. dem Bau eines neuen Konzerthauses in Bochum oder dem Dortmunder U-Turm als Zentrum für Kunst und Kreativität. Von der Mehrheit der BewohnerInnen, die das Zeitalter von Kohle und Stahl hier zurückgelassen hat, haben sich die Verantwortlichen längst verabschiedet. Diese Mehrheit der BewohnerInnen werden von diesen Projekten des sogenannten Strukturwandels nicht profitieren.

Öffentliche Gelder müssen allen Menschen, die hier leben, zugute kommen! Kulturelle Infrastruktur muss in erster Linie soziale Infrastruktur sein! Dazu gehört ein Bildungssystem, das nicht selektiert sondern fördert, ebenso wie ein schneller, bezahlbarer, öffentlicher Nahverkehr und eine umfassende Gesundheitsversorgung sowie die Finanzierung von z.B. Stadtteilzentren und Schwimmbädern! Diese Gemeingüter gehören uns allen!

Wir bleiben nicht bei der Verteidigung der Gemeingüter stehen, sondern wissen, dass allen Menschen ein ausreichendes Einkommen zusteht. Alle Menschen sollen ihren Aufenthalts- und Wohnort frei wählen dürfen. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft, die mit patriarchalen und rassistischen Gewalt- und Herrschaftverhältnissen bricht. Deshalb weisen wir jegliche rassistische und nationalistische Spaltung zurück.

Rechte Parteien schüren den sozialen Neid und finden auch bei Teilen der bürgerlichen Mitte Unterstützung mit Kampagnen
für einen Sozialstaat und Mindestlohn nur für „Volksgenossen“. Unter den Slogans „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ wird Rassismus verbreitet. Die Angriffe von Neonazis gegen MigrantInnen und politische GegnerInnen nehmen zu, in den letzten Jahren wurden in Dortmund sogar mehrere Menschen von Neonazis ermordet.

Die 1. Mai-Demo des DGB wurde im letzten Jahr von Neonazis angegriffen. Es geht also auch darum Dortmund ein anderes Gesicht zu geben und Solidarität zu leben. Das Fehlen von Sicherheiten und Garantien ist uns gemeinsam:
Ob wir als KünstlerInnen oder Reinigungskraft arbeiten. Ob wir akut von einer Betriebsschließung bedroht oder schon erwerbslos sind.
Ob wir neben dem Studium als DJ unterwegs sind oder als neue Selbständige unser unternehmerisches Selbst vor uns her treiben.
Dieses negative Gemeinsame wollen wir, trotz all unserer Unterschiedlichkeit, zu einem positiven Gemeinsamen wenden, zu einem Recht auf ein gutes Leben. Der Euromayday ist die Aufforderung an Euch, dieses positive Gemeinsame zum Schwingen und Tanzen zu bringen.
Das meinen wir durchaus wörtlich. Wir wollen dem Wortgeklingel der Kulturhauptstadt und den Zumutungen unseres Lebens unsere Wünsche und Forderungen entgegen stellen und eine große Party auf der Straße feiern.
»Mayday, Mayday« ist das Signal, welches in Seenot geratene Schiffe aussenden. In diesem Sinne: Raus aus den Federn, es kommt auf uns alle an! Der Euromayday ist eine offene Parade – alle sind eingeladen, ihre Prekarisierungserfahrungen, Aneignungskämpfe, Ideen und Forderungen einzubringen. Ob mit Kostümen, Schildern, Tänzen,
Musik oder anderem ist jedem und jeder selbst überlassen!

Euromayday-Bündnis Ruhrgebiet

Der Euromayday startet am 1. Mai 2010 um 15 Uhr in Dortmund
am Hauptbahnhof (Nordausgang) und endet auf dem Nordmarkt.

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