Veranstaltungen

Autorenlesung in der „Barrikade“

Autorenlesung mit Sebastian Kalicha. Sebastian ist einer der beiden Autoren des Buches „Anarchismus weltweit“ und wird am Samstag, den 27.11. bei uns zu Gast sein. Beginn 20 Uhr, Eintritt wie immer for free! Eine kleine „Barri-Küche“ wird fürs leibliche Wohl sorgen.

So wie der Anarchismus den Nationalstaat und seine Grenzen als Werkzeuge der Herrschaft ablehnt, so ist auch die anarchistische Bewegung eine weltweite und grenzenlose. „Von Jakarta bis Johannesburg – Anarchismus weltweit“ ist eine Sammlung von Interviews, die mit AnarchistInnen aus sechs Kontinenten geführt wurden, um einen Einblick in die gegenwärtige anarchistische Bewegung zu bieten. Erörtert werden die Geschichten lokaler Bewegungen, die Aktivitäten in unterschiedlichen politischen Kontexten sowie die Hoffnungen, die sich an libertäre Ideen knüpfen.

Die Beiträge präsentieren ein globales Netzwerk von AnarchistInnen, die auf der Basis gemeinsamer Ideale spezifische Schwerpunkte setzen, Taktiken entwickeln und Perspektiven formulieren, je nach historischen Voraussetzungen und realpolitischen Gegebenheiten. Das Buch fängt die Vielfalt und Vitalität ein, welche die anarchistische Bewegung seit jeher auszeichnen, und hofft damit, einen Beitrag zur Weiterentwicklung anarchistischer Theorie und Praxis leisten zu können.

Film in der „Barrikade“– Lucio Urtubia

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Sozialrebell, Geldfälscher, Bandit, moderner Robin Hood – die Liste der Titel, mit denen Lucio Urtubia beehrt wurde, ist lang. Sein Leben, das wie ein Abenteuerroman klingt, ist ein Spiegel der revolutionären Bewegungen Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Lucio Urtubia wird 1931 in einem kleinen Dorf in Navarra geboren und wächst unter ärmlichen Verhältnissen auf. Als er zum Militär eingezogen wird, desertiert er wenig später nach Frankreich, wo er fortan als Maurer arbeitet. Er bekommt Kontakt zu anarchistischen Gruppen und lernt seinen politischen Ziehvater kennen: den legendären Sabaté, der von Frankreich aus den bewaffneten Widerstand gegen die Franco-Diktatur organisiert. Fälschen von Dokumenten, Verstecken von Untergrundkämpfern und illegale Geldbeschaffungsaktionen spielen fortan in seinem Leben eine erhebliche Rolle. Zahlreiche Widerstandsorganisationen, die in Frankreich eine Operationsbasis haben oder einen Rückzugsraum suchen, profitieren von seinen Fertigkeiten: Black Panthers, Tupamaros, europäische Guerillas. Jedem Akt der Revolte, der auf eine gerechtere Gesellschaftsordnung zielt, gilt Lucios Solidarität.

1962 schlägt er dem damaligen Leiter der Nationalbank Kubas, Che Guevara, vor, den Weltmarkt mit gefälschten Dollarnoten zu überschwemmen, um die US-amerikanische Wirtschaft zu destabilisieren. Der Vorschlag stößt auf kubanischer Seite auf wenig Gegenliebe, doch der Gedanke bleibt in Lucio lebendig. 1980 gelingt ihm sein größter Coup: Durch den Druck von Travellerschecks der Citibank im Wert von mehreren Millionen Dollar zwingt er die damals mächtigste Bank der Welt in die Knie.

Die Liste seiner Aktivitäten ist damit nicht erschöpft. Doch Lucio ist auch ein Meister der Konspiration, dem in seinem nicht gerade gesetzestreuen Leben das Kunststück gelingt, nur ein paar Monate im Gefängnis zu verbringen. Erst mit weit über 70 Jahren bricht er das Schweigen. Ein Buch über ihn erscheint, ein Film wird gedreht. Und den schauen wir uns an.

Freitag, den 19.11. 20.30 Uhr

Die Monster sind los….

…oder: wer braucht Halloween?!

…..
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Revolution in Deutschland

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Am Freitag, den 18.6. ist der Autor Bernd Langer bei uns zu Gast, um sein Buch vorzustellen. Beginn 20.30 Uhr.

Hier noch was Inhaltliches:
Linke Urteile über die Politik der KPD in den Jahren vor der Machtübertragung an die deutschen Faschisten klaffen weit auseinander.
Vor allem trotzkistische Organisationen chrakterisieren die Partei als sowjetgesteuert, andere kritisieren vor allem die Sozialfaschismusthese und das Nichtzustandekommen einer Einheitsfront von Kommunisten und Sozialdemokraten im Kampf gegen den Faschismus.

Bernd Langer, seit den 1980er Jahren Aktivist der Antifabewegung, beleuchtet in »Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918–1923« die Politik der jungen KPD, den sowjetrussischen Einfluß auf sie sowie Ursprünge des Faschismus.
Detailliert geht der Autor auf die eskalierenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen nach dem Ersten Weltkrieg ein und beschreibt die Spaltung der Sozialdemokratie sowie die Auswirkungen des Machtantrittes der Bolschewiki in Rußland auf Deutschland. Der Autor listet die Erhebungen –angefangen mit dem Matrosenaufstand in Kiel, dem Ausgangspunkt für die Novemberrevolution 1918 – auf und schildert die Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 durch einen Generalstreik.
Er beschreibt die daraus entstehenden Kämpfe im Ruhrgebiet mit der Bildung der Roten Ruhrarmee, geht auf den Mitteldeutschen Aufstand 1921 im Raum Halle/Merseburg ein und schildert die Abspaltung der KAPD.

Zweite Revolution
Langer beleuchtet die Umstände, die trotz vieler Unterschiede mit der heutigen Realität linker und kommunistischer Organisationen korrespondieren. Er resümiert: »Mit 1921/23 verbindet sich in Deutschland ein politischer Aufbruch, hier wird ein Markstein für die parlamentarische Demokratie gesetzt, und die Linksradikalen weisen mit ihren Utopien über den Kapitalismus hinaus.«.
In dieser Phase finde sich auch der Ursprung des Gegensatzes von Faschismus und Antifaschismus.

Langer beschreibt die Aufstände in der revolutionären Nachkriegskrise zwischen 1918 und 1923 sachlich und in vielen Einzelheiten. Das ermöglicht es den Lesern, sich ein eigenes Bild von den damaligen politischen Auseinandersetzungen in Zeiten von antikommunistisher Hetze, politischer und ökonomischer Krise zu machen. Die über 300 Abbildungen machen das Geschehen in dem lesenswertem Geschichtsbuch lebendig.

Der Autor wird auf den Januar­aufstand 1919 in Berlin eingehen, einen der Höhepunkte revolutionärer Kämpfe in Deutschland. Tausende bewaffnete Arbeiter und Soldaten wollten damals eine zweite Revolution erzwingen. Sie waren entschlossen, die Räterepublik zu erkämpfen, und gingen bewußt die militärische Konfrontation ein. Besonders schwer waren die Kämpfe im Zeitungsviertel und um das Polizeipräsidium am Alexanderplatz.

Dominierende Kraft
Am Ende seines Werkes legt der Autor eigene Einschätzungen der damaligen Entwicklung dar. Demnach wurden die bewaffneten Aufstände bis 1920 vor allem von spontanem Aktivismus vorangetrieben, die Erhebungen von 1921 und der Hamburger Aufstand 1923 seien aus Sowjetrußland dirigiert worden.
Mit Unterstützung Moskaus sei die KPD zur dominierenden Kraft der linksradikalen Bewegung Deutschlands geworden.
Langer stellt die Frage, inwieweit die KPD danach aufgrund der Lenkung durch die Komintern überhaupt noch als revolutionär zu bezeichnen sei. Sie unterlag seit 1924 nach seiner Auffassung einer »stalinistischen Transformierung«, »Revolu­tion« bleibe nur als Schlagwort erhalten…(zitiert nach der „Jungen Welt“)

Liedermacher-Massaker in der Barrikade

AmFreitag, den 11.6. startet um 20.30 Uhr das Liedermacher-Massaker.
Ihr werdet also bis zu den Knöcheln in „Liedermacher-Blut“ waten.
Eintritt: Frei!

René Dombrowski ist ein anarchistischer Liedermacher. Politisch-plakative Texte treffen rotzige Gittare und leckeren Gesang. Diesmal bringt er nicht nur seine alten Lieder zum Besten, sondern mensch darf sich zudem auf neue Songs freuen….
Herr Dombrowski

BASSFELD, genannt der Thorsten, ist Dilettantengitarrist und Liederschreiber schöner Weisen namens „Streichwurstbrot“ oder „Stehtisch-Fetisch“. Gerne schreibt er auch Lieder mit anderen Anfangsbuchstaben. Wenn die Muse ihn knufft, gelingen ihm gar poetische Kleinode, denen Gastmusiker den letzten Schliff verpassen (für den Auftritt in der Barrikade erwarten wir eine stimmgewaltige Sängerin…). Lebensfroh und lustig kann das Ganze dann werden, aber natürlich immer mit der nötigen Portion Erdenschwere
„Das Thorsten“

Und Toszi, der Dritte im Bunde, kündigt sich so an:
*Toszi ist…*
/…infantil/ und /zynisch,/ /albern/ und /kritisch./ /Blödsinn/ trifft /Melancholie/ und /Fantasie/ den /Ist-Zustand./ Toszi schreibt Lieder manchmal vor Naivität strotzend und manchmal gut durchdacht. Doch immer mit einer gewissen Rotzigkeit a la mir-doch-egal-ob-der-Akkord-unsauber war-Stimmung. Womit sich die Wurzeln des Liedermachers zeigen: Punkrock. Schon in früher Jugend beeindruckten ihn mehr die Ärzte und Terrorgruppe als Modern Talking und Britney Spears. Das prägt!
Live umrahmt Toszi das chaotisch wirkende Bühnenprogramm mit kleinen Anektdoten aus Leben und Alltag, die humoristisch verarbeiten, was des Künstlers offene Augen sehen und seine Ohren hören. Selbstironie hat noch keinem geschadet – auch das weiß Toszi zu nutzen in jenen Stories und Liedern.
*Das ist…*
„Toszi“

King of Sonsbecks Jamsession

Im Sinne des D.I.Y. wird es in der „Barrikade“ am 2.07.10 ab 20:00 eine Jamsession geben. Standardinstrumente für ein ordentliches Geschrammel (Gitarre,Schlagzeug,Bass) werden vorhanden sein. Leute, die andere Instrumente haben und diese auch spielen können, sind natürlich auch herzlich eingeladen.
mfg: der König xD

In diesem Sinne!!! align=

Am Freitag, den 28.Mai: Eine Einführung in das Ideengebäude des Marxismus, Teil II

„Das Kapital wird oft als das wichtigste Werk von Karl Marx betrachtet; Es beschäftigt sich vor allem mit der kapitalistischen Wirtschaft.
Im zweiten Teil des Referats werden wir uns der Kritik der politischen Ökonomie zuwenden, also der genauen Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seiner Mechanismen.
Wir werden uns Fragen zuwenden wie „Was ist der Wert einer Ware?“ „Was genau macht den Kapitalismus aus?“ und „Wie erzeugt ein Kapital Profit?“.
Erst wer die grundliegenden Prinzipien und Bewegungsgesetze des Kapitals kennt, kann die bürgerliche Gesellschaft auch nur im Ansatz verstehen.“

Beginn: 20.30 Uhr im Untergrund (Keller)

Veranstaltung zum 1. Mai in der „Barrikade“/23.04.2010/19.30 Uhr

Am Freitag, den 23. April findet eine Veranstaltung zum „Euro-Mayday-Bündnis Ruhrgebiet“ statt. Zwei Referentinnen werden das Bündnis und dessen Inhalte vorstellen. Beginnn 19.30 Uhr in der „Barrikade“.

Im folgenden der Aufruf des Bündnisses:

Hast Du bezahlte Arbeit? Kannst Du davon leben? Hast Du freie Zeit? Was kannst Du Dir leisten? Kannst Du Dein Leben selbst bestimmen? Was wünscht Du Dir? Was machst Du im Alter?

Wir haben die Nase voll! Her mit dem schönen Leben – ohne Angst und Unsicherheit, ohne Ausbeutung und Unterdrückung, hier und überall! Der 1. Mai ist unser Tag, um gemeinsam als Parade laut und sichtbar zu sein und unseren Wünschen Ausdruck zu verleihen.
Der Euromayday ist eine Einladung, um gemeinsam mit anderen zu handeln, zu kämpfen und zu feiern!

Immer mehr Menschen werden Ansprüche und Garantien genommen. Sie werden in unsichere Lebensverhältnisse abgedrängt.
Mittlerweile arbeiten bereits ein Drittel aller Beschäftigten unter prekären Bedingungen, das heißt in Leiharbeit, in Minijobs, in befristeten Arbeitsverhältnissen, in mies oder gar nicht bezahlten Praktika, als Ich-AG oder als papierlose MigrantInnen ohne jeglichen Schutz.
Besonders in den Bereichen Pflege, Hausarbeit und Einzelhandel arbeiten zumeist Frauen, die angesichts der geringen Löhne und der niedrigen Stundenzahlen kein existenzsicherndes Einkommen erhalten.
Diese Prekarisierung und der radikalisierte Wettbewerb setzen auch die so genannten Stammbelegschaften unter Druck. Allein die Anwesenheit von LeiharbeiterInnen in einem Betrieb wirkt (lohn)disziplinierend. (mehr…)

Konzert in der Barrikade: Lieder der Märzrevolution 1920 – Die Grenzgänger & Frank Baier

Gegen das Vergessen unserer Geschichte

März 1920: Kapp-Putsch, ein rechtsradikaler Klüngel will die junge Weimarer Republik beseitigen, die sozialdemokratische Regierung flieht, die Arbeiter generalstreiken, der Militärputsch bricht zusammen, die Regierung kehrt zurück und schickt die Reichswehr gegen den andauernden Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet. O-Ton eines Freikorpssoldaten: „Pardon gibt es überhaupt nicht. Selbst die Verwundeten erschießen wir noch. Alles, was uns in die Hände kommt, wird mit dem Gewehrkolben zuerst abgefertigt und dann noch eine Kugel. Wir haben auch zehn Rote-Kreuz-Schwestern erschossen. Wie diese geweint und gebetet haben. Gegen die Franzosen waren wir im Felde viel edler.“

In Bottrop gibt es immer noch eine Loewenfeldstraße und einen Gedenkstein für das gleichnamige Freikorps. Aber auch der Arbeiteraufstand hat wie viele historischen Ereignisse seine Spuren und seine (Arbeiter)Lieder hinterlassen. Die Grenzgänger Michael Zachcial und Jörg Fröse sowie Ruhrpottbarde Frank Baier haben sich auf die Spurensuche begeben.

Frank Baier: „Außer längst vergriffenen Bänden erzählt davon kein dickes Buch: ein Tabu-Thema, bis heute!“
Michael Zachcial: „Wir kamen wieder auf den Riß in der Geschichte und daß keiner mehr die alten Lieder singt. Wir fangen wieder an.“


Grenzgänger und Baier verpacken den Agitprop in eingängige Musik mit Ohrwurm-Qualitäten, mal frech und ironisch, mal sentimental und melodramatisch. Zumeist unbekannte Volkslieder und Arbeiterssangeskunst, Texte von Erich Mühsam und Ferdinand Freiligrath sowie Songs von Rio Reiser und Rap (Hut ab, auch wenn ich diesem Genre nun überhaupt nichts abgewinnen kann).

Wen geht das etwas an? Alle, meint Michael Zachcial: „Menschen, die das ganz deutliche Gefühl haben, daß ihre Wirklichkeit nicht vorkommt in den Medien, daß ihre Geschichten dort nicht erzählt und ihre Lieder nicht gesungen werden: das ist die Hausfrau, der Punk, der Müllmann, die Kassiererin bei Aldi, Opa Weber und Erika Mustermann, die Kinder der Einwanderer, die wissen wollen, in was für einem Land sie eigentlich leben.“

Tom Keller, in www.folkworld.de , Januar 2007

Das Konzert in der „Barrikade“ findet am Donnerstag, den 25.März, 20 Uhr statt.

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Babylon – Hintergrundwissen…Vortrag und Diskussion

Ob mensch möchte oder nicht… Der Konflikt um ein paar Kröten mehr auffe Tasche für ein paar ArbeiterInnen in einem öffentlich geförderten Programmkino in Berlin hat eine ungeahnte Dynamik entwickelt.
Die Hintergründe, der Verlauf des ganzen Konfliktes, die juristischen Auseinandersetzungen und die Auswirkungen für unsere Organisation, die FAU, und ihre zukünftigen Optionen….das werden die Inhalte des Kurz-Vortrages eines Genossen der FAU Moers sein.
Beginn 20.30 Uhr, in der „Barrikade“, jetzt Freitag, den 5.2.10

Barrikaden-Küche am 22.1.10


Der König von Sonsbeck organisiert nächsten Freitag eine tierelendfreie Barrikaden-Küche. Da der Monarch sich nicht die Finger schmutzig machen möchte, sind wir alle angehalten mit zu schnibbeln und zu köcheln. Frei nach dem Motto: „Viele Köche verderben den Brei“.
Wie schon erwähnt, die Barrikade goes vegan. Zu diesem Thema ein paar tiefergehende theoretische Gedanken von Herbert Knebel „Hasenrücken“: Hier

Klassismus, eine Veranstaltung in der „Barrikade“

Eine Veranstaltung mit Andreas Kemper
Die letzte Diskussions-Veranstaltung mit Gabriel Kuhn zum Thema Arbeiter/innenklasse und Mittelschicht war interessant und hatte (zumindest mir) Spaß gemacht. War schön, wie viele Leute sich dabei eingebracht und was zum Thema zu sagen hatten.
Nun haben wir direkt eine thematisch passende Anschluß-Veranstaltung angehängt, die auf einer allgemeineren Ebene das Thema weiter vertieft.
Wieder geht es also um die „Klasse“. Andreas Kemper, Mitautor des kürzlich erschienenen Buches „Klassismus“ wird die Veranstaltung mit der Buchvorstellung beginnen, damit wir dann -hoffentlich wieder so ergiebig wie letztens- mit einer Diskussion daran anknüpfen können. Mensch kann den Begriff „Klassismus“ und die dahinter stehende politsche Theorie durchaus kritisch sehen oder gar ablehnen, was aber nicht heißt, das etliche Beschreibungen der arbeitenden Klasse in der „Klassismus-Forschung“ nicht für uns nutzbar wären. Schlagworte: Sprache, Antirassismus, Sexismus und Klasse, Unterdrückung von ArbeiterInnenkultur, Proletkult, Familien, ArbeiterInnensexualität, Wohnverhältnisse usw…

Diese Veranstaltung läuft wieder an einem Dienstag, den 17. November um 20 Uhr. Eine tierelendfreie ProlKü wird organisiert.

Hier könnt ihr das Buch auch käuflich erwerben: Syndikat-A

René Dombrowski Duo

Am Freitag, den 6. November, 21 Uhr, spielt in der „Barrikade“ mal wieder eine Kapelle auf. Fürs leibliche Wohl wird – wie immer – gesorgt.
Da wir nicht genau wissen was uns an diesem Abend erwartet, hier eine kurze Selbstdarstellung der Combo:

„Philosophie trifft Akustik-Klampfe trifft harmonisch-rotzigen, gesellschaftskritischen, meist traurigen und oft politisch-plakativen Gesang. Das ist René Dombrowski auf´m Punkt gebracht. Die Herkunft aus der Unterschicht ist dem anarchistischen Liedermacher ebenso anzumerken, wie sein Ausbruch daraus. Eine gekonnte Symbiose aus prollohaftem und intellektuellem musikalischen Habitus garantiert sein neuester Mitstreiter an der Gitarre, der Colonel. So gibt et René Dombrowski jetzt als Duo!“

Wir sehen uns.

Hier die My Space Seite mit Hörproben:
Renè Dombrowski

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Ja, schön war’s, trotz zuviel Jägermeister ;-) – wenn auch nur solo statt duo. Dafür mit „Vorband“…

2 Pics, sonst ham wa nix:

Der Herr Dombrowski

..und das geneigte Publikum, zumindest ein Teil davon.
Na denn mal Prost!

Kurzer Bericht zur Veranstaltung mit G. Kuhn

Ähnlich wie in Hamburg und Münster war das Publikum nicht gerade in Massen in die „Barrikade“ geströmt. Nichtsdestotrotz wars ein interessanter Abend. Gabriel ist ein symphatischer Typ, der locker die Broschüre vorstellte und uns einen Überblick über die schwedische Szene und die Rolle der syndikalistischen Organisation SAC gab. (mehr…)

Mit geballter Faust in der Tasche

    Am Dienstag, den 13. Oktober, 20 Uhr stellt der Herausgeber Gabriel Kuhn die Broschüre ‚Mit geballter Faust in der Tasche‘ (Syndikat-A) vor.
    Schwerpunkt der Broschüre ist die Kritik durch AktivistInnen der arbeitenden Klasse an der Dominanz von MittelstandsLinken in linken und linksradikalen Zusammenhängen und Organisationen.

Diese Broschüre steht zur Diskussion

Neben diesem Themenschwerpunkt, der sicherlich auch auf deutsche Verhältnisse anwendbar ist, wird uns Gabriel auch Informationen zur libertären Bewegung in Schweden bis hin zur SAC, einer schwedischen syndikalistischen Organisation, liefern.

    Zur Person: Gabriel Kuhn ist Herausgeber und Autor diverser Bücher/Broschüren und Texte. Z.B. „Neuer Anarchismus in den USA“ oder ganz aktuell „Vielfalt-Bewegung-Widerstand“. Er lebt in Stockholm und ist bei den us-amerikanischen Wobblies organisiert.

Das war ein cooles Konzert mit tollen Leuten – Am 26. September 2009 – 15 Jahre „Barrikade“

15 Jahre Jahre „Barrikade“, also voll in der Pubertät. Nun wollen wir erwachsen werden. Dazu seid ihr herzlich eingeladen. Fred und Gilles aus Frankreich werden uns ordentlich einheizen, auch eine warme Mahlzeit sollte drin sein, Getränke gehen auf eure Kappe, Eintritt frei!

Näheres zur Person und der Musik von Fred Alpi unter http://www.myspace.com/fredalpi

Seminar: NUR IRGENDEINE WEITERE KRISE?

Die FAU Moers wird am Wochenende 17./18. Januar 2009 ein bundesweites Seminar zum Thema:

NUR IRGENDEINE WEITERE KRISE?

veranstalten. Als Referenten konnten wir Christian Frings aus Köln gewinnen. Christian würde sich freuen, wenn aus dem Kreis der TeilnehmerInnen selbst das eine oder andere kleine Co-Referat oder Anregungen zu verschiedenen Aspekten im Zusammenhang mit den Krisen der Kapitalverwertung kommen würden. Er wird den Ablauf des Seminars darauf abstimmen.

Als Bausteine des Seminars sind u.a. folgende Aspekte vorgesehen, die sich allerdings je nach Krisendynamik noch ändern können:

1. Phänomene der aktuellen Finanzkrise: von toxic waste
und ninja credits
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FAU – Die ersten 30 Jahre

Am Freitag, den 17.10.2008, 20 Uhr

Eine Lesung mit einem der Mitautoren Roman in der Barrikade

Als im Jahre 2004 eine Welle von Montagsdemonstrationen gegen die sogenannte Agenda 2010 und die unsozialen Hartz-Gesetze die Republik aufrüttelte, war in den bürgerlichen Massenmedien immer wieder von einer Organisation die Rede, die angeblich »Unfrieden stiften« würde. Der Name dieser Unruhestifter lautete: FAU. Was verbirgt sich hinter diesen drei Buchstaben?

FAU

Ganz einfach eine wenig bekannte und kleine Basisgewerkschaft, deren Geschichte und Gegenwart in diesem Buch kenntnisreich und illustriert dargestellt wird: Was 1977 unter dem Namen Initiative Freie Arbeiter Union (I-FAU) als verwegenes, ja fast aussichtsloses Unterfangen begann, entwickelte sich in der Folge zur einzigen libertären Organisation in der BRD, die heute noch bundesweit aktiv ist. Dabei beziehen sich die Militanten der FAU auf die libertäre Tendenz in der internationalen Arbeiterbewegung – auf eine Tradition also, die von Anfang an in der organisierten proletarischen Bewegung rund um den Globus präsent und zeitweise sogar mehrheitsfähig war. In ihrem Eintreten für die Abschaffung von Herrschaft sowie die Überwindung kapitalistischer Ausbeutung, orientieren sich die FAU-GewerkschafterInnen am Konzept des Klassenkampfes und der alten proletarischen Losung, dass die Befreiung der ArbeiterInnen nur das Werk der ArbeiterInnen selbst sein kann.

Getreu diesem Motto, war die Entstehung dieses Buches ein kollektiver Prozess. Diese erste Arbeit über die Geschichte der FAU wurde von einfachen Gewerkschaftsmitgliedern konzipiert, recherchiert, geschrieben, bebildert, layoutet, verlegt und verbreitet. Damit ist dieses Buch ein lebendiges Beispiel der Geschichtsschreibung von unten und ein emanzipativer Beitrag zur Selbstermächtigung von Lohnabhängigen, die sonst in den bürgerlichen Massenmedien kaum zu Wort kommen. Wer mehr wissen will über den Anarchosyndikalismus in Deutschland heute, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Das Buch erscheint als Gemeinschaftsprodultion der Verlage bzw. Vertriebe FAU-MAT (Hamburg), Syndikat-A Medienvertrieb (Moers) und Verlag Edition AV (Lich).

30 Jahre Punk in Düsseldorf

Mittwoch, 16. Januar 2008, 20.00 Uhr
Barrikade, Bismarckstraße 41a, 47441 Moers-Meerbeck

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Film: WECKEN UND GEWECKT WERDEN — 30 JAHRE PUNK IN DÜSSELDORF,
Diskussion mit dem anwesenden Filmemacher El Scherif möglich
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Deutschland 2007 – Farbe – DVD – Ein Film von Reda El Scherif und Konstantin Koewius.
Mit Peter Hein, Andi Meurer, Carmen Knoebel, Jonny Bauer, Kurt Dahlke, Jürgen Krause, Monique Maaßen, Armin Campari, Eva Maria Goessling, u. a. Mit Musik von: Sackhund, Oiro, Schlussverkauf, Trümmerzone, Mittagspause, S.Y.P.H., Die schwarzen Schafe, Der Plan u.a.

Das Filmkunstkino Düsseldorf schreibt über den Film: Punk wendet sich subjektiv, unausgewogen, ungerecht und gemein gegen bestehende Regeln, um etwas Neues zu schaffen und sich zu entfalten und dies in einer bisher nicht wiedergekehrten Vehemenz. Gut 30 Jahre nach seiner Geburt hat Punk seinen Platz in unserem Leben gefunden. Punk machte es möglich, ohne große musikalische Vorkenntnisse eine Band zu gründen und sich als Musiker auszuprobieren.

Diejenigen, denen das musikalische Talent vollkommen fehlte,
veranstalteten Konzerte, veröffentlichten Fanzines, gründeten
Plattenlabel oder entwarfen und gestalteten Mode. Heute gehören Nieten und Totenköpfe zu den Standards einer jeden Modeboutique. Mitte der 1970er wurde Punk in New York geboren und kam mit Verzögerung über England nach Deutschland.

Hier war Düsseldorf ein zentraler Ort der Geschehnisse. Laut Peter Hein (Mittagspause, Fehlfarben,etc.) war Düsseldorf 1977/78 die Hauptstadt des Punk in Deutschland. Der Film „Wecken und geweckt werden“ lässt Protagonisten der ersten Stunde, Aktivisten der Hardcore–Szene und Akteure aus dem hier und jetzt zu Wort kommen und zeichnet so ein Bild der letzten 30 Jahre Punk in Düsseldorf.

„Es war einmalig; das gab es nur in Düsseldorf, dass sich alle
Subkulturen so gut verstanden haben.“ (Aram Basyurt, Aram und die Schaffner)

„Greif dir 2 Freunde, gründe ’ne Band oder besetze ein Haus.“ Jonny Bauer (Oiro und Blurr Magazine)

„Punk verkam sehr schnell zu einer modischen Attitüde.“ (Der Pyrolator)




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