Archiv der Kategorie 'Text-Archiv'

Babylon – Hintergrundwissen…Vortrag und Diskussion

Ob mensch möchte oder nicht… Der Konflikt um ein paar Kröten mehr auffe Tasche für ein paar ArbeiterInnen in einem öffentlich geförderten Programmkino in Berlin hat eine ungeahnte Dynamik entwickelt.
Die Hintergründe, der Verlauf des ganzen Konfliktes, die juristischen Auseinandersetzungen und die Auswirkungen für unsere Organisation, die FAU, und ihre zukünftigen Optionen….das werden die Inhalte des Kurz-Vortrages eines Genossen der FAU Moers sein.
Beginn 20.30 Uhr, in der „Barrikade“, jetzt Freitag, den 5.2.10

Kurzer Bericht zur Veranstaltung mit G. Kuhn

Ähnlich wie in Hamburg und Münster war das Publikum nicht gerade in Massen in die „Barrikade“ geströmt. Nichtsdestotrotz wars ein interessanter Abend. Gabriel ist ein symphatischer Typ, der locker die Broschüre vorstellte und uns einen Überblick über die schwedische Szene und die Rolle der syndikalistischen Organisation SAC gab. (mehr…)

Vier Festivals – ein Rückblick

Vor vier Jahren gab es in dieser Zeitung unter der Überschrift „Zwei Festivals, ein Wetter“ einen Bericht, der das Moerser Jazz Festival und die Fusion im ostdeutschen Lärz zusammengefaßt behandelte. Seitdem sind zwei neue Festivals entstanden, das neue „MAMF“ heißt jetzt „Freefall“ und wurde Ende August im Moerser Freizeitpark über die Bühne gebracht, zeitgleich mit dem Gelderner Offside Festival, dessen erste Auflage noch als OffsideOpen unter künstlerischer Leitung des Moerser Musikveteranen Burkhard Hennen lief. Grund genug für mich, mich ein bißchen auf den besagten Festivals umzuhören und es artikeltechnisch meinen Vorgängern von der Wildcat gleichzutun.
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30 Jahre Punk in Düsseldorf

Mittwoch, 16. Januar 2008, 20.00 Uhr
Barrikade, Bismarckstraße 41a, 47441 Moers-Meerbeck

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Film: WECKEN UND GEWECKT WERDEN — 30 JAHRE PUNK IN DÜSSELDORF,
Diskussion mit dem anwesenden Filmemacher El Scherif möglich
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Deutschland 2007 – Farbe – DVD – Ein Film von Reda El Scherif und Konstantin Koewius.
Mit Peter Hein, Andi Meurer, Carmen Knoebel, Jonny Bauer, Kurt Dahlke, Jürgen Krause, Monique Maaßen, Armin Campari, Eva Maria Goessling, u. a. Mit Musik von: Sackhund, Oiro, Schlussverkauf, Trümmerzone, Mittagspause, S.Y.P.H., Die schwarzen Schafe, Der Plan u.a.

Das Filmkunstkino Düsseldorf schreibt über den Film: Punk wendet sich subjektiv, unausgewogen, ungerecht und gemein gegen bestehende Regeln, um etwas Neues zu schaffen und sich zu entfalten und dies in einer bisher nicht wiedergekehrten Vehemenz. Gut 30 Jahre nach seiner Geburt hat Punk seinen Platz in unserem Leben gefunden. Punk machte es möglich, ohne große musikalische Vorkenntnisse eine Band zu gründen und sich als Musiker auszuprobieren.

Diejenigen, denen das musikalische Talent vollkommen fehlte,
veranstalteten Konzerte, veröffentlichten Fanzines, gründeten
Plattenlabel oder entwarfen und gestalteten Mode. Heute gehören Nieten und Totenköpfe zu den Standards einer jeden Modeboutique. Mitte der 1970er wurde Punk in New York geboren und kam mit Verzögerung über England nach Deutschland.

Hier war Düsseldorf ein zentraler Ort der Geschehnisse. Laut Peter Hein (Mittagspause, Fehlfarben,etc.) war Düsseldorf 1977/78 die Hauptstadt des Punk in Deutschland. Der Film „Wecken und geweckt werden“ lässt Protagonisten der ersten Stunde, Aktivisten der Hardcore–Szene und Akteure aus dem hier und jetzt zu Wort kommen und zeichnet so ein Bild der letzten 30 Jahre Punk in Düsseldorf.

„Es war einmalig; das gab es nur in Düsseldorf, dass sich alle
Subkulturen so gut verstanden haben.“ (Aram Basyurt, Aram und die Schaffner)

„Greif dir 2 Freunde, gründe ’ne Band oder besetze ein Haus.“ Jonny Bauer (Oiro und Blurr Magazine)

„Punk verkam sehr schnell zu einer modischen Attitüde.“ (Der Pyrolator)

Jazz 2007: „Das quietscht so!“

Aber noch ist lange keine letzte Ölung für das Moers Festival in Sicht
Moers-Festival
Wieder ist ein Jahr, gerechnet in der Moerser Einheit „Jazz“, vorüber. Und wieder hatte der gemeine Festival-Frequentierer, besonders in den späten Abendstunden, mit zum Teil heftigem Regen zu kämpfen.
Dabei hatte doch Carmen Weist (SPD), Aufsichtsratsvorsitzende der Festival Moers Kultur GmbH, schon weit im Vorfeld für Pfingsten schönes Wetter versprochen, aber nun ja, Versprechungen von Sozialdemokraten halt… (mehr…)

Das ewige Verhältnis zum „Judentum“

Ein Artikel aus den aktuellen „Barrikaden-Nachrichten“
Der folgenden Textauszug entstammt einer neuen Broschüre des Syndikat-A mit dem Titel „Das Volk hört die Signale“ / Zur diskursiven Rekonstruktion einer „deutschen Nation“. Die Broschüre behandelt am Beispiel der WM 2006, der aktuellen deutschen Popmusik, der sogenannten Friedenbewegung unter anderem das „neue“ deutsche Nationalgefühl.

Das ewige Verhältnis zum „Judentum“

Dieser Text entsteht, nachdem der dreiwöchige Krieg – und anders kann der Konflikt nicht benannt werden – zwischen der Hezbollah und Israel gerade (zumindest offiziell) beendet ist.
In unserem Zusammenhang ist die Beredsamkeit über diesen Konflikt faszinierend. Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Konflikt- Und Friedensforschung (AKUF) zählte 2004 42 Kriege und bewaffnete Konflikte. 1)
Diese Zahl wird sich bis heute nicht wesentlich geändert haben und an einigen davon ist deutsches Militär explizit beteiligt (u.a. Mazedonien, Kosovo, Afghanistan und Kongo – wir haben oben schon auf dieses Thema hingewiesen). Obwohl – gerade für eine sozialistische Perspektive – andere Konflikte wesentlich mehr Relevanz aufweisen (die Ereignisse im Bundesstaat Oaxaca werden in Mexiko als „Commune von Oaxaca“ behandelt, der Fokus selbst der linken Medien in der BRD liegt jedoch auf dem Nahen Osten), bestimmt dieser Konflikt die Medien, die Straße und das Parlament.
Es gibt sicherlich einige gute (und auch weniger gute) Gründe dafür, diesen Konflikt zu thematisieren: Erstens ist dies in der Tat die Vergangenheit Deutschlands, zweitens ist die Zahl der Hezbollah-Mitglieder in der BRD mit vom Verfassungsschutz geschätzten 900 Personen nicht gerade gering, drittens taten die Bahnanschläge Ende Juli 2006, die augenscheinlich einen islamistischen (nicht: islamischen!) und antisemitischen Hintergrund hatten sowie (viertens) die Debatte um einen Einsatz deutscher Soldaten in der Region – wobei dieser vierte Aspekt durchaus auch Effekt und nicht Grund der medialen Aufmerksamkeit ist – ihr übriges.
Dennoch: Die Emotionen wallen, und auch wenn die Wallung der Emotionen als solches nicht negativ zu bewerten ist (wären sie doch bloß bei der Einführung der Hartz-Gesetze ähnlich übergeschwappt! – dazu kommen wir noch…), fragt sich doch, warum. (mehr…)




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