„Betriebsausflug“ der Barricadistas

Letzte Woche Dienstag besuchten zehn Leute der Barrikade das Schloßtheater Moers, um endlich unserem internen Bildungsauftrag gerecht zu werden (immerhin ist unser Zentrum zertifiziert :-) ) und natürlich um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Ihr seht: Wir sind auch auf der psychologischen und gruppendynamischen Ebene ziemlich weit vorn.

Leute aus dem Theorie- und Lesekreis und einige StammbesucherInnen unseres „Cafes“ waren mit an Bord. Wir pfiffen uns Büchners „Leonce und Lena“ rein… eigentlich eine klassische Beziehungsklamotte…aber mit unterschwelliger Gesellschaftskritik. Im Schloßthester Moers wird ja eh viel kritisiert. Logischerweise finden wir das gut. Die haben halt auch einen Bildungsauftrag!
Wie auch immer, das Theaterstück fing schon stark im Sound an (Bela Lugosis Dead von Bauhaus), die Videoeinblendungen waren toll, teilweise sogar verdammt cool, die SchauspielerInnen sowieso. Tja, Moers hat kein Provinztheater, die letzte Moerser Bastion in Sachen „Weltrang“, räusper. Alles andere wie Jazzfestival, das frühere Folk&Fool (heute Comedy Arts) kacken ab, haben Flair wie ein Aschenbecher und bedienen teilweise nur noch Mainstream.

Unsere letzte Hoffnung ist also das Schloßtheater…und natürlich die „Barrikade“. :-)

Leider kam während des Stückes nicht rüber, das die Schauspieler ihre Videosequenzen live hinter der Bühne durchzogen, also richtig auf Handwerk machten. Wir dachten zum großen Teil, die würden sich während der Videos die Eier bzw. Eierstöcke schaukeln oder eine rauchen gehen. Weit gefehlt, echter Live-Einsatz mit tollem Ergebnis!

Ab und wann konnte das Publikum auf den hinteren Plätzen den Text rein akustisch zum Teil nicht verstehen, da er manchmal verdammt rasant, d.h. schnell wie eine Kalaschnikow rezitiert wurde (musste er auch, war auch beeindruckend), aber vielleicht liegt es auch am fortgeschrittenen Alter des Schreiberlings…vielleicht könnten ja das nächste Mal Untertitel eingeblendet werden ;-)

So das reicht nun an kritischer Rezension. Danach ging es noch ins Mondrian einen trinken…als Ausklang sozusagen. Die ganze Aktion schreit nach Wiederholung :-)





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