Archiv für Mai 2012

Realistischer Ausblick zur Krise – Interviewauszug mit Paul Mattick jr.

Paul Matticks Buch (erschienen Februar 2012, kann auch beim Syndikat-A käuflich erworben werden) Syndikat-A

Zeitgenössische linke Ökonominnen und Ökonomen, die sich oft auf Keynes beziehen, kritisieren die aktuellen Sparmassnahmen als Bremse für einen Aufschwung. Im Gegensatz dazu sagst du, dass jeder wirkliche Aufschwung auf kapitalistischer Grundlage einen Abbau der staatlichen Defizite erfordert, mit allen Konsequenzen für den Lebensstandard. Was würdest du dann zu den Arbeiterinnen und Arbeitern sagen, die das Regierungsgebäude in Wisconsin besetzt haben? Handeln die vergeblich oder sogar gegen ihre eigenen Interessen, wenn sie versuchen, ihre Jobs zu erhalten?

Ich würde sagen, dass sie in ihrem eigenen Interesse agieren, insoweit sie nicht für die Wirtschaft kämpfen, sondern für ihre Renten, für etwas zu essen, ihren Lebensstandard, ihre Miete und so weiter. Aber sie sitzen einer Illusion auf, wenn sie denken, dass ihr eigenes Wohl und das Wohl der Wirtschaft miteinander einhergehen.
Die Leute müssen lernen, dass sich beides in Situationen wie heute gerade widerspricht. In Wisconsin sind die Arbeiterinnen und Arbeiter offensichtlich ihren Gewerkschaften gefolgt, die bereit waren, die Lebensbedingungen ihrer Mitglieder der Wirtschaft Wisconsins zu opfern. Es wäre seitens der Arbeiterinnen und Arbeiter Wisconsins vernünftiger zu sagen: Zur Hölle mit Wisconsins Wirtschaft! Wir wollen was zu essen, wir wollen Boote, um auf dem See zu segeln, wir wollen unsere Rente und gute Schulen für unsere Kinder. Die Wahrheit ist, dass es dort einen tatsächlichen Konflikt zwischen den Interessen der so genannten einfachen Leute – also der Arbeiterinnen- und Arbeiterklasse – und den Interessen der kapitalistischen Wirtschaft gibt. Die Erhaltung und künftige Prosperität des Kapitalismus erfordert die Verarmung der Bevölkerung, und wenn sie es bevorzugen, zu verarmen, um den Kapitalismus zu retten, schön, dann werden sie verarmen. Der instinktive Wunsch, nicht zu verarmen, scheint mir sehr vernünftig zu sein, aber das Problem ist, dass sie bis jetzt nicht verstanden haben, dass sie im Kapitalismus nicht mehr Renten und Löhne wie früher bekommen werden.
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Der Wahnsinn muß !!! aufhören!!

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So sieht’s aus, Leute!

Ich könnte hunderte solcher Videos posten … schaut euch wenigstens eins an, bevor ihr euch die nächste Bratwurst zwischen die Kiemen schiebt!

GO VEGAN or go to hell!!


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Die Woche: Interessante Dates hier ume Ecke

Veganismus…Tierrechte usw.
Am Freitag, den 11.5…
… gibt’s im Schwarzen Adler (Rheinberg bzw. Vierbaum) einen Vortrag zum Thema Tierrechte (initiiert von den Grünen, aber das soll uns nicht weiter stören ;) ):
Den Vortrag hält Günther Rogausch, Tierrechtler, anschließend soll Raum für eine offene Diskussion geboten werden.
Schwerpunkte des Vortrags:
- Veganismus
- Vegane Mythen
- Vegetarismus
- Speziesismus
Aufklärung der Begriffe Nutztiere, Versuchstiere, Pelztiere, Schlachtvieh..

Der Eintritt ist frei.
Die Seite vom „Schwarzen Adler“: Veganismus/Tierrechte“

Das ist für den einen oder die andere vielleicht ganz interessant, wir können euch eine Mitfahrgelegenheit ab der „Barrikade“ offerieren. Platz für 5 Mitreisende!

Wer Interesse hat, melde sich bitte vorher per Mail
Treffpunkt ist Freitag, 18:30 Uhr, am Parkplatz Barbarastraße an der „Barrikade“

Gegen 22°° geht’s zurück zur Barrikade einen trinken und „Rocket from the Tombs“ hören und uns dann auf Samstag freuen…

Der Rock‘Roll Punkrock-Klassiker, hört auf den Text. Bald sind die alten Säcke tot und dann habt ihr was verpaßt.

Ain‘t It Fun


Rocket from the Tombs

Am Samstag, den 12.5. im Steinbruch, Duisburg -Neudorf
Legendäre „Art-Punk-Band“ mit David Thomas, bekannt als Sänger von Pere Ubu, bekannt durch diverse Soloprojekte, abgedrehter Typ. Er war auch schon zweimal beim Moersfestival. Das kann sich nur lohnen und kein Mensch weiß es mal wieder zu schätzen.
Die Seite vom „Steinbruch“: „Rocket from the Tombs im Steinbruch“

SONICREDUCER (Das ist Elenas Text)

Und am Sonntag, den 13.5. läuft nur unwesentliches!!

Das Parlament von Kurt Tucholsky

Ob die Sozialisten in den Reichstag ziehn –
is ja janz ejal!
Ob der Vater Wirth will nach links entfliehn,
oder ob er kuscht wegen Disziplin –
is ja janz ejal!

Ob die Volkspartei mit den Schiele-Augen
einen hinmacht mitten ins Lokal
und den Demokraten auf die Hühneraugen …
is ja janz ejal!
is ja janz ejal!
is ja janz ejal!

Die Plakate kleben an den Mauern –
is ja janz ejal!
mit dem Schmus für Städter und für Bauern:
»Zwölfte Stunde!« – »Soll die Schande dauern?«
Is ja janz ejal!

Kennt ihr jene, die dahinter sitzen
und die Schnüre ziehn bei jeder Wahl?
Ob im Bockbiersaal die Propagandafritzen
sich halb heiser brüllen und dabei Bäche schwitzen –:
is ja janz ejal!
is ja janz ejal!
is ja janz ejal!

Ob die Funktionäre ganz und gar verrosten –
is ja janz ejal!
Ob der schöne Rudi den Ministerposten
endlich kriegt – (das wird nicht billig kosten):
is ja janz ejal!

Dein Geschick, Deutschland, machen Industrien,
Banken und die Schiffahrtskompanien –
welch ein Bumstheater ist die Wahl!
Reg dich auf und reg dich ab im Grimme!

Wähle, wähle! Doch des Volkes Stimme
is ja janz ejal!
is ja janz ejal!

is ja janz ejal –!




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