Archiv für Februar 2012

In Gedenken an eine starke Frau: Zur Ermordung von Phoolan Devi

*Geklaut aus der „Alhambra“-Zeitung*

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Am 25.07.2001 wurde die als Banditenkönigin weltweit bekannt gewordene indische Frauen- und Menschenrechtlerin Phoolan Devi in Delhi auf offener Strasse erschossen. Phoolan Devi, die 1999 zum zweiten Mal für die sozialistische Samajwadi Party ins indischen Unterhaus (Lok Sabha) gewählt worden war, war in der Mittagspause auf dem Weg vom Parlament zu ihrem Wohnhaus, als drei maskierte Männer fünf Schüsse auf sie abgaben. Drei Kugeln trafen sie tödlich im Kopf.

Während die politische Linke in Indien über die Ermordung von Phoolan Devi geschockt war, reagierte die Bevölkerung in dem Bundesstaat Uttar Pradesh, am Tag nach ihrer Ermordung mit Protestkundgebungen und Massenstreiks. Der bandh (Ausstand) legte die Stadt Mirzapur und Umgebung – Phoolan Devis Wahlkreis – völlig lahm, zwischen Delhi und Kalkutta verkehrende Fernzüge wurden angehalten und Parteibüros der regierenden Bharatiya Janata Party (BJP) mit Steinen beworfen.

Die Geschichte von Phoolan Devi – „Göttin der Blumen“, wie ihre Eltern sie genannt hatten –, ist die einer Frau, die sich gegen die erdrückende Atmosphäre sexistischer Gewalt in Indien auflehnte und dazu das Mittel bewaffneter Gegengewalt wählte. (mehr…)

Nachtrag zur Psycho-Veranstaltung

Am 28ten Januar war der Neurowissenschaftler Dr. Burkhard Wiebel in der Barrikade zu Besuch um über das Thema Psychosozialen Folgen des Neoliberalismus zu referieren.
In einem sehr interessanten und anspruchsvollem Vortrag ging es zuerst um die Grundlagen des Gehirns, wie es aufgebaut ist und funktioniert.
Dieser doch sehr wissenschaftliche Teil wurde durch bildliche Darstellungen und aufschlussreiche Erläuterungen allgemeinverständlich dargestellt. Im weiteren Verlauf verknüpfte Wiebel die Prozesse in der heutigen Gesellschaft mit der Wirkung des Gehirns und wie diese Prozesse auf das Gehirn und seine Chemie einwirken. So wurde deutlich auf welche Art und Weise der Streß und Druck, zum Beispiel in den Bachelor/Masterstudiengängen oder durch anhaltende Arbeitslosigkeit, Depressionen auslösen.
Schon während des Vortrages wurden viele Detailfragen gestellt und ausgiebig beantwortet und auch nach Ende des Vortragsteiles wurde lange weiter diskutiert.
Die Barrikade war rappelvoll, so voll das einige letzten Gäste auf der Treppe platznehmen mussten um teilnehmen zu können. Doch auch aus dieser Perspektive war ein aufschlussreicher und erhellender Abend zu genießen.
Unterstützt wurde der Abend durch leckere Vegane Kost und wie immer non-Profit-Getränke-Preise.
M.




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