Archiv für Januar 2012

DIY (Do It Yourself) statt Ficken, Saufen, Oi

Der erste Freitag im Februar (03.02) steht bei uns ganz im Zeichen des „Do it yourself“ Gedankens. Und deshalb wird es einen Workshop zum Klamotten selbst gestalten und eine Filmvorführung über die europäische DIY-Punk/Hardcoreszene geben.
Im Workshop könnt ihr eure Kleidungsstücke mit Textilfarben selbst gestalten.T-shirts, Pulli`s, Hosen, Stofftaschen oder was auch immer ihr gestalten wollt, solltet ihr selbst mitbringen. Farben, Pinsel und ein paar Schablonen haben wir da. Ihr könnt natürlich auch eure eigenen Motive für Schablonen mitbringen.
Im Anschluss an den Workshop wird der Film „Noise and Resistance – Voices from the DIY Underground“ von Julia Ostertag und Francesca Araiza Andrade gezeigt.

Noise and Resistance – Voices from the DIY Underground

Noise

Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm „Noise and Resistance“. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich : Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.

Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS – Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands in Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung „Do it yourself!“ zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist.

„Noise and Resistance“ ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht – und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat.

Psychosoziale Folgen des Neoliberalismus

Veranstaltung am Samstag, den 28.1.2012, 19 Uhr in der Barrikade

Dass die Zwänge der kapitalistischen Ökonomie Auswirkungen auf unsere Psyche, unsere Emotionen, also unser Seelenheil im weitesten Sinne haben, dürfte zum Allgemeinwissen halbwegs aufgeklärter Menschen gehören.

Schlagworte wie „Burn Out“, Depressionen, Mobbing usw. sind immerwährende Themen in den Medien.

Im Rahmen einer Veranstaltung in der „Barrikade“ referieren die Diplom-Psychologin Alisha Pilenko und der Neurowissenschaftler Dr. Burkhard Wiebel daüber, wie die Zusammenhänge des neoliberalen Kapitalismus Einfluß auf die persönlichen Verhaltensmuster nehmen und zu psychosomatischen Erkrankungen führen. Im Vortrag werden die wichtigsten gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse allgemein verständlich dargeboten.
Im Anschluß an den Vortrag besteht Gelegenheit, Details kritisch zu hinterfragen mit dem Ziel, im Rahmen einer offenen Diskussion sowohl individuelle als auch kollektive Widerstandsmöglichkeiten zu finden und zu erörtern.
Die beiden ReferentInnen haben das Buch „Mechanismen psychosozialer Zerstörung. Neoliberales Herrschaftsdenken, Stressfaktoren der Prekarität, Widerstand“ mit herausgebracht.
Eine Vortrags- u. Diskussionsveranstaltung des Syndikat-A
Der Eintritt ist frei.
Psycho

Der „letzte Moerser Liedermacher“ in der Barrikade

Freitag der 13. – traditionell ein Tag zum Mäusemelken, Katastophenzählen und Beziehungenüberdenken.
Und jetzt spielt auch noch der Thorsten in der Barrikade ein Kneipenkonzert.
Nur die Gitarre, er und die Dissonanzen des beschädigten Lebens.
Ach ja, eine Solo-CD voll seiner feisten musikalischen Jugendsünden hat der „letzte Moerser Liedermacher“ auch noch gemacht, mit der er in der Barrikade erstmals das Licht der Welt erschreckt.
Thorsten outet sich als asexueller Sozialschmarotzer und Lebenszeitretter und fordert auch noch dazu auf, die Barrikade(n) einzureißen. Drollige Musik also.
Zu hören am 13. Januar 2012 in der Barrikade; Einlaß ist 20 Uhr, Beginn ist ziemlich pünktlich um 20.30 Uhr (bitte nicht zu spät kommen, das Konzert dauert nur eine gute halbe Stunde)! Und der Eintritt ist natürlich frei.




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