Archiv für März 2011

Japan-Desaster – Ein Super-GAU an Verharmlosung, Lügen und bitteren Wahrheiten

von Freerk Huisken (der Text wurde der Seite www.f.huisken.de entnommen)

Was ist von einer Energieproduktion zu halten, bei der ein Großteil der gesamten Anlage aus ‚Sicherheitssystemen‘ besteht, aus Schnellabschaltung, Berstschutz, Kühlsystemen, Sicherheitsventilen, Notkühlsystemen, Systemen für den Fall des Ausfalls der Notkühlsysteme usw.?

Was ist von einer Anlage zur Produktion von Strom zu halten, in deren Zentrum sich Arbeitskräfte immer nur eine begrenzte Zeit aufhalten dürfen, wenn sie sich nicht tödliche Krankheiten zuziehen sollen?

Was ist von einer Fabrik, die Energie herstellt, zu halten, deren Arbeitskräfte nach Beendigung ihres Arbeitstages regelmäßig daraufhin kontrolliert werden, ob sie nicht bereits gesundheitsgefährdend vergiftet worden sind?

Wie ist wohl eine Fabrik konstruiert, in der einmaliges „menschliches Versagen“ bereits Tod und Verderben über ganze Landstriche nebst ihrem lebenden und toten Inventar bringen kann?
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Solidarität

„Freeters Relief Fund“ gegründet
In Japan zeichnet sich nach einem Erdbeben der Stärke neun und einem z.T. über zehn Meter hohen Tsunami eine zusätzliche nukleare Katastrophe ab. Die FAU-IAA hat sich deshalb entschlossen mit dem „Freeters Relief Fund“ einen Hilfsfond einzurichten. Freeters sind extrem prekär Arbeitenden in Japan, die sich teilweise nach anarcho-syndikalistischen Grundsätzen organisiert haben (Infos zu den „Freeters“ siehe in der „Direkten Aktion“ Direkte Aktion oder hier eine ARTE-Doku ARTE)

Einerseits sollen damit die GenossInnen in Japan finanziell unterstützt werden, andererseits wird es ggf. nötig sein anstelle von Bargeld Hilfpakete mit haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten usw nach Japan zu schicken. Zuguterletzt sollen die Mittel im Falle eines Falles auch helfen Japan ggf. zu verlassen… – Überweist bitte auf folgendes Konto:

Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU)

Postbank Hamburg
BLZ: 200 100 20
Konto: 961 522 01
Verwendungszweck: „Freeters Relief Fund“ oder „Freeters Fund“

Hier vor Ort in Duisburg/Düsseldorf
Helft unserem Freund und Genossen A.:

Am 17.03.2011 wird unser Genosse A. aus Japan in der BRD eintreffen. Für ihn sammeln wir (FAU-Düsseldorf/Duisburg) gesondert Geld. Der Flug aus Japan kostet 1.800€, die er sich vor Ort leihen musste. Je eher wir in der Lage sind dieses Geld nach Japan zu überweisen desto besser – es wird dort dringend gebraucht. Denn trotz zwei erschütternder Naturereignisse und der sich im vollem Gang befindlichen nuklearen Katastrophe hat der Kapitalismus nicht aufgehört zu existieren. Trinkwasser, Nahrung, Medikamente und selbst Beerdigungen kosten weiterhin Geld. Darum überweißt bitte auch speziell für unseren Freund und Genossen A. auf unser Konto:

FAU-Düsseldorf – Gewerkschaft für alle Berufe
Volksbank Rhein-Ruhr eG
Kto.: 111 252 000 5
Verwendungszweck: MANGA
BLZ : 350 60 386
IBAN: DE25 3506 0386 1112 5200 05
BIC: GENODED1VRR

„Ich habe mir manche Illusionen erst gar nicht gemacht“ (Gerd Arntz)

Schaukasten in Remscheid
Gerd Arntz war nie ein berühmter Künstler, der auf dem Kunstmarkt hoch gehandelt wurde oder große Ausstellungen in den üblichen Museen vorweisen konnte. Seine Holz- und Linolschnitte bezogen Stellung, waren parteiisch und sollten was bewirken:
„Unsere Bilder waren ja eigentlich alles nur Studien für Wandbilder, die wir uns in Gewerkschaftshäusern dachten oder in Volkshäusern, und unsere Schnitte wurden in Zeitschriften gebracht oder sollten auf der Straße angeklebt werden. So wurden in den dreißiger Jahren in Amsterdam Schnitte von mir vervielfältigt und auf Bauzäune und Mauern geklebt, so z.B. Arbeiten über Arbeitslosigkeit und über den Spanienkrieg. Das entsprach sehr meinen Vorstellungen.“
Ausstellung Remscheid
In der Weimarer Republik gehörte er zu der losen Künstlergruppe „Die Progressiven“, der auch Leute wie Seiwert und Hoerle angehörten. Politisch eher dem rätekommunistischen Marxismus zuzuordnen, wurde er auch durch anarchistische Schriften u.a. von Kropotkin beeinflusst. „Ich habe dann die klassischen Schriften des Marxismus gelesen. Später habe ich Mühsam kennen gelernt, aber zu der Zeit hatte ich bereits sehr stark meine eigenen Vorstellungen.“
Gerd Arntz Ausstellung Remscheid
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