Archiv für Mai 2010

Revolution in Deutschland

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Am Freitag, den 18.6. ist der Autor Bernd Langer bei uns zu Gast, um sein Buch vorzustellen. Beginn 20.30 Uhr.

Hier noch was Inhaltliches:
Linke Urteile über die Politik der KPD in den Jahren vor der Machtübertragung an die deutschen Faschisten klaffen weit auseinander.
Vor allem trotzkistische Organisationen chrakterisieren die Partei als sowjetgesteuert, andere kritisieren vor allem die Sozialfaschismusthese und das Nichtzustandekommen einer Einheitsfront von Kommunisten und Sozialdemokraten im Kampf gegen den Faschismus.

Bernd Langer, seit den 1980er Jahren Aktivist der Antifabewegung, beleuchtet in »Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918–1923« die Politik der jungen KPD, den sowjetrussischen Einfluß auf sie sowie Ursprünge des Faschismus.
Detailliert geht der Autor auf die eskalierenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen nach dem Ersten Weltkrieg ein und beschreibt die Spaltung der Sozialdemokratie sowie die Auswirkungen des Machtantrittes der Bolschewiki in Rußland auf Deutschland. Der Autor listet die Erhebungen –angefangen mit dem Matrosenaufstand in Kiel, dem Ausgangspunkt für die Novemberrevolution 1918 – auf und schildert die Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 durch einen Generalstreik.
Er beschreibt die daraus entstehenden Kämpfe im Ruhrgebiet mit der Bildung der Roten Ruhrarmee, geht auf den Mitteldeutschen Aufstand 1921 im Raum Halle/Merseburg ein und schildert die Abspaltung der KAPD.

Zweite Revolution
Langer beleuchtet die Umstände, die trotz vieler Unterschiede mit der heutigen Realität linker und kommunistischer Organisationen korrespondieren. Er resümiert: »Mit 1921/23 verbindet sich in Deutschland ein politischer Aufbruch, hier wird ein Markstein für die parlamentarische Demokratie gesetzt, und die Linksradikalen weisen mit ihren Utopien über den Kapitalismus hinaus.«.
In dieser Phase finde sich auch der Ursprung des Gegensatzes von Faschismus und Antifaschismus.

Langer beschreibt die Aufstände in der revolutionären Nachkriegskrise zwischen 1918 und 1923 sachlich und in vielen Einzelheiten. Das ermöglicht es den Lesern, sich ein eigenes Bild von den damaligen politischen Auseinandersetzungen in Zeiten von antikommunistisher Hetze, politischer und ökonomischer Krise zu machen. Die über 300 Abbildungen machen das Geschehen in dem lesenswertem Geschichtsbuch lebendig.

Der Autor wird auf den Januar­aufstand 1919 in Berlin eingehen, einen der Höhepunkte revolutionärer Kämpfe in Deutschland. Tausende bewaffnete Arbeiter und Soldaten wollten damals eine zweite Revolution erzwingen. Sie waren entschlossen, die Räterepublik zu erkämpfen, und gingen bewußt die militärische Konfrontation ein. Besonders schwer waren die Kämpfe im Zeitungsviertel und um das Polizeipräsidium am Alexanderplatz.

Dominierende Kraft
Am Ende seines Werkes legt der Autor eigene Einschätzungen der damaligen Entwicklung dar. Demnach wurden die bewaffneten Aufstände bis 1920 vor allem von spontanem Aktivismus vorangetrieben, die Erhebungen von 1921 und der Hamburger Aufstand 1923 seien aus Sowjetrußland dirigiert worden.
Mit Unterstützung Moskaus sei die KPD zur dominierenden Kraft der linksradikalen Bewegung Deutschlands geworden.
Langer stellt die Frage, inwieweit die KPD danach aufgrund der Lenkung durch die Komintern überhaupt noch als revolutionär zu bezeichnen sei. Sie unterlag seit 1924 nach seiner Auffassung einer »stalinistischen Transformierung«, »Revolu­tion« bleibe nur als Schlagwort erhalten…(zitiert nach der „Jungen Welt“)

Liedermacher-Massaker in der Barrikade

AmFreitag, den 11.6. startet um 20.30 Uhr das Liedermacher-Massaker.
Ihr werdet also bis zu den Knöcheln in „Liedermacher-Blut“ waten.
Eintritt: Frei!

René Dombrowski ist ein anarchistischer Liedermacher. Politisch-plakative Texte treffen rotzige Gittare und leckeren Gesang. Diesmal bringt er nicht nur seine alten Lieder zum Besten, sondern mensch darf sich zudem auf neue Songs freuen….
Herr Dombrowski

BASSFELD, genannt der Thorsten, ist Dilettantengitarrist und Liederschreiber schöner Weisen namens „Streichwurstbrot“ oder „Stehtisch-Fetisch“. Gerne schreibt er auch Lieder mit anderen Anfangsbuchstaben. Wenn die Muse ihn knufft, gelingen ihm gar poetische Kleinode, denen Gastmusiker den letzten Schliff verpassen (für den Auftritt in der Barrikade erwarten wir eine stimmgewaltige Sängerin…). Lebensfroh und lustig kann das Ganze dann werden, aber natürlich immer mit der nötigen Portion Erdenschwere
„Das Thorsten“

Und Toszi, der Dritte im Bunde, kündigt sich so an:
*Toszi ist…*
/…infantil/ und /zynisch,/ /albern/ und /kritisch./ /Blödsinn/ trifft /Melancholie/ und /Fantasie/ den /Ist-Zustand./ Toszi schreibt Lieder manchmal vor Naivität strotzend und manchmal gut durchdacht. Doch immer mit einer gewissen Rotzigkeit a la mir-doch-egal-ob-der-Akkord-unsauber war-Stimmung. Womit sich die Wurzeln des Liedermachers zeigen: Punkrock. Schon in früher Jugend beeindruckten ihn mehr die Ärzte und Terrorgruppe als Modern Talking und Britney Spears. Das prägt!
Live umrahmt Toszi das chaotisch wirkende Bühnenprogramm mit kleinen Anektdoten aus Leben und Alltag, die humoristisch verarbeiten, was des Künstlers offene Augen sehen und seine Ohren hören. Selbstironie hat noch keinem geschadet – auch das weiß Toszi zu nutzen in jenen Stories und Liedern.
*Das ist…*
„Toszi“

King of Sonsbecks Jamsession

Im Sinne des D.I.Y. wird es in der „Barrikade“ am 2.07.10 ab 20:00 eine Jamsession geben. Standardinstrumente für ein ordentliches Geschrammel (Gitarre,Schlagzeug,Bass) werden vorhanden sein. Leute, die andere Instrumente haben und diese auch spielen können, sind natürlich auch herzlich eingeladen.
mfg: der König xD

In diesem Sinne!!! align=

You will find me if you want me in the garden….

Chrysantemum
For you I am a chrysantemum
Supernova, urgent star (mehr…)

Die Welt-Klimakatastrophe

Film mit anschließender Diskussion.

„Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.“
Yann Arthus-Bertrand.

Am Freitag, den 28.Mai: Eine Einführung in das Ideengebäude des Marxismus, Teil II

„Das Kapital wird oft als das wichtigste Werk von Karl Marx betrachtet; Es beschäftigt sich vor allem mit der kapitalistischen Wirtschaft.
Im zweiten Teil des Referats werden wir uns der Kritik der politischen Ökonomie zuwenden, also der genauen Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seiner Mechanismen.
Wir werden uns Fragen zuwenden wie „Was ist der Wert einer Ware?“ „Was genau macht den Kapitalismus aus?“ und „Wie erzeugt ein Kapital Profit?“.
Erst wer die grundliegenden Prinzipien und Bewegungsgesetze des Kapitals kennt, kann die bürgerliche Gesellschaft auch nur im Ansatz verstehen.“

Beginn: 20.30 Uhr im Untergrund (Keller)




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