Paul Mattick

Frage: Was würdest du unter den heutigen Verhältnissen den Arbeitern empfehlen ?

Antwort: Im Moment nur eins: die ausschließliche Bezugnahme auf ihre eigenen direkten Interessen, ohne Rücksicht auf den Stand der kapitalistischen Wirtschaft.
Durch Streik und direkte Aktion sollten die Arbeiter in der Krise wie in der Prosperität versuchen, ihre Lebenslage auf Kosten des Mehrwerts zu verbessern oder wenigstens versuchen, es dem Kapital unmöglich zu machen, die Krise auf Kosten der Arbeiter zu überwinden.
Der Klassenkampf, der das Kapital an seinem Lebensnerv, den Profit, bedroht, wird notwendigerweise zu einem politischen Kampf.
Die Arbeiterschaft tritt schon politisch auf, ja tritt nur dann wirklich politisch auf, wenn sie sich um ihre eigenen konkreten Interessen bemüht und damit die Mehrwertproduktion selbst in Frage stellt. Eine vom direkten ökonomischen Klassenkampf abgewandte politische Bewegung ist keine proletarische Bewegung und kann den Arbeitern nichts nutzen, was sonst auch immer zu erreichen ist. (zitiert aus der Broschüre „Weltwirtschaftskrise und Arbeiterbewegung, Syndikat-A)


2 Antworten auf “Paul Mattick”


  1. 1 Anne 11. April 2010 um 17:01 Uhr

    Die Wirtschaftskrise trifft eine Großzahl der Arbeiterschaft und hoffentlich wird sich diesmal zum revolutionären 1.Mai bewegt. Und wenn schon kein direkter Widerstand, dann zumindest lautstarker Protest auf dem Euromayday in Dortmund.

    --> http://euromayday.noblogs.org/

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