Jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus

Veranstaltung in Duisburg

Aktuelle Informationen zu den Gegenaktivitäten
am 27. / 28. März in Duisburg

Ende März werden in Duisburg Aufmärsche von Pro-NRW und der NPD gegen die vermeintliche „Islamisierung Deutschlands“ stattfinden. Gegen diese Aufmärsche hat sich ein breites Bündnis gebildet. Das Bündnis beschränkt sich (im Sinne einer Mobilisierungsfähigkeit) auf einfache antifaschistische und antirassistische Parolen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Aufmärsche von Rassisten und Neonazis zu blockieren ist legitim und richtig. Das muss hier nicht näher begründet und erklärt werden.
Allerdings macht der praktische Widerstand die Auseinandersetzung mit den politischen Inhalten der Rechten nicht überflüssig. Für eine grundlegende und emanzipatorische Kritik jenseits breiter Mobilisierungen ist in diesem Fall eine nähere inhaltliche Beschäftigung notwendig.
Zum einen geht es darum, welche Spezifika der Rassismus gegen Muslime in Deutschland hat und ob hier von einem antimuslimischen Rassismus gesprochen werden kann. Dabei sollen mögliche Verbindungen zu der gängigen „Islamkritik“ aufgezeigt werden.
Zum zweiten geht es um eine emanzipatorische Kritik am Islamismus als politischer Bewegung. Die Schwierigkeit, eine solche Kritik zu formulieren, ohne von hegemonialen Diskursen vereinnahmt zu werden, ist offensichtlich.
Vielfach wird berechtigte Kritik an konkreten islamistischen Inhalten und Praxen verwendet um Feindbilder zu konstruieren und den Rassismus in Deutschland zu legitimieren. Jedoch muss aus einer emanzipatorischen Perspektive jegliche reaktionäre Politik abgelehnt werden, unabhängig davon wie sie sich religiös legitimiert.

22. März 2010 19:30h

Cafe Zentral
Steinsche Gasse 48
47051 Duisburg

http://maerzdu.blogsport.de


4 Antworten auf „Jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus“


  1. 1 Anne 31. März 2010 um 13:35 Uhr

    „Marxloh stellt sich quer“ und anschließend ein wunderbar friedliches Bürgerfest mit türkischen, deutschen und UDSSR Fahnen und HUCH hinten etwas außerhalb sogar besonders engagierte Bürger die sich gegen Nazis aussprechen! Im Namen aller nationalistischen Türken! Den Nazis also „in den Weg stellen“ und den Grauen Wölfen den Kaffee servieren und alles im Einverständnis (oder Unverständins?) der meisten Demonstrationsteilnehmer! Persönliches Fazit: Schlechte Wetterbedingungen für alle AntifaschistInnen.

  2. 2 Hen 01. April 2010 um 9:40 Uhr

    Das Marxloh eine heikle Sache wird, war doch eigentlich von vorn herein klar. Saubere Freund/Feindlinien gab es so nicht. Aber wann gab es die auch schon mal? Marxloh war nur besonders krass.Ich bin in einem „antifaschistischen“ Demonstrationszug mitgelaufen, die Menschen meiner Denke an die Wand stellen würden, wenn sie denn könnten…Unser Defizit war ganz klar eine eigenständige vorausschauende Planung…
    Das nächste Mal machen wir es besser.

  3. 3 Utnapischtim 01. April 2010 um 18:38 Uhr

    Waren eigentlich die Links-Nazis vom Initiativ e.V. auch mit dabei?

  4. 4 Administrator 06. April 2010 um 9:03 Uhr

    Diese Mail wurde uns mit der Bitte um Veröffentlichung zugeschickt, der wir hiermit gern nachkommen:

    Erfolgreiche Veranstaltung am Montag in Duisburg mit über 60
    TeilnehmerInnen und angeregter Diskussion. Den Text zum Vortrag
    „Jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus“ findet ihr hier:

    http://kuepeli.blogsport.de/2010/03/24/feindschaft-gegenueber-muslimen-und-die-schwierigkeiten-einer-emanzipatorischen-perspektive/

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