Gabriel Kuhn, Autor diverser Bücher (und Hg. der Syndikat-A Broschüre „Mit geballter Faust in Tasche“, siehe auch hier), wurde die Einreise in die USA verweigert.
Ich zitiere den Artikel vom Blog des Unrast-Verlages:
Unrast-Autor wird Einreise in die USA verweigert
29. Januar 2010
Gabriel Kuhn
[Unrast Pressemitteilung. 29. Jan. 2010] Unrast-Autor Gabriel Kuhn, unter anderem Herausgeber des Buches „‚Neuer Anarchismus‘ in den USA. Seattle und die Folgen“ (2008), wurde die Einreise in die USA verweigert. Kuhn, der auch mit dem US-Verlag PM Press zusammenarbeitet, hatte für März bis Mai 2010 eine ausgedehnte Lesereise in den USA geplant. Grund für die Einreiseverweigerung ist, dass sein Name auf der „No Fly List“ der US-Regierung (auch bekannt als „Terrorist Watch List“) erscheint. Informationen zu den Einträgen der No Fly List werden im Namen der „nationalen Sicherheit“ nicht erteilt, aber es ist anzunehmen, dass dieser Eintrag in Zusammenhang mit einem FBI-Verhör steht, zu dem es während Kuhns letztem USA-Aufenthalt im Jahre 2005 gekommen ist.
Die No Fly List wird zu einem immer weiter ausgedehnten Repressions- und Überwachungsapparat, der sich jedweder öffentlichen Prüfung entzieht. Die Möglichkeiten, die dies zur Unterdrückung und Bekämpfung politischer AktivistInnen und sozialer Bewegungen eröffnet, werden zunehmend deutlich.
Informationen zur „No Fly List“:
US-Beamte trafen 19.000 mal vermeintliche Terrorhelfer | Netzpolitik 10. Dezember 2009
1.600 neue Vorschläge für die amerikanische Terroristen-Liste – pro Tag | Netzpolitik 2. November 2009
FBI: 19,000 Matches to Terrorist Screening List in 2009| Wired: Threat Level 9. Dezember 2009
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Wir sind alle Terroristen….
…FAU Moers, Duisburg, Essen + Barricadistas in der Duisburger Innenstadt zum internationalen Aktionstag gegen den Angriff auf die Gewerkschaftsfreiheit:



Ca. 15 Leutz froren sich beim Verteilen von einigen hundert Flugblättern in der Duisburger Innenstadt mehrere Stunden bei Schnee und Eis diverse Körperteile ab. Ich hoffe, alle können sich wieder vollständig regenerieren 
Gute Arbeit, Kumpelinen und Kumpelz!
Hier ein Bericht von weiteren Aktionen: KLICK
Infotisch der FAU-Duisburg und der FAU Moers bezüglich des Arbeitskampfes im Kino Babylon und des Gewerkschaftsverbotes der FAU-Berlin, in der Duisburger Innenstadt am Samstag, den 30.01.2010, ab 12.00 an U-Bahn-Station „König-Heinrich-Platz“ zwischen Forum und Landgericht auf der Königstraße
Hier schon mal ein Vorabdruck des Flugblattes, das wir am Samstag den 29.1. verteilen werden:
Gewerkschaftsfreiheit verteidigen
FAU Berlin: verboten kämpferisch!
Was passiert, wenn sich Menschen gegen die zunehmenden Zumutungen in der Arbeitswelt ernsthaft und selbstbestimmt zur Wehr setzen? Sie haben Erfolge und setzen ein Beispiel, das Schule machen kann und das manche deshalb nicht dulden. So unterliegt die Freie ArbeiterInnen-Union (FAU) Berlin seit Dezember einem faktischen Gewerkschaftsverbot – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der BRD und ein Schlag gegen die Rechte aller Lohnabhängigen.
Das Verbot ist der Höhepunkt eines energischen und hartnäckigen Arbeitskampfes im Berliner Kino Babylon Mitte. Beschäftigte des für Niedriglöhne bekannten Kinos wollten gewerkschaftlich aktiv werden, dabei aber über ihre Belange selbst entscheiden können – deshalb organisierten sie sich in der FAU. Über einen von fast der gesamten Belegschaft mitgetragenen Tarifvertrag mit innovativen Forderungen weigerte sich die Geschäftsführung zu verhandeln. (mehr…)
„Das Leben lehrt die Menschen mehr als alle Theorien und Bücher es je vermögen. Die, die meinen, das was sie sich häppchenweise aus Büchern angeeignet haben, einfach in die Praxis übernehmen zu können, machen sich selbst was vor, die, die solche Bücher aber mit den Erfahrungen des Lebens bereichern, können ein Meisterwerk schaffen“. (Nosotros, März 1937)
Das ist eigentlich alles, was ich am Freitag sagen wollte.
Am Freitag, den 5.3.10 referieren zwei Leute der „Anarcho-Syndikalistischen Jugend“ in der „Barrikade“.
Hier der Ankündigungstext: „Was ist eigentlich Anarchismus? Das ist eine Frage, die die beiden Referenten der ASJ wahrscheinlich genauso quält, wie manch anderen.
Blicken wir in die Geschichte des 18. und 19 Jhd. zurück, so werden wir vielleicht feststellen, dass Anarchismus keine einheitliche Strömung ist und wahrscheinlich historisch nicht genau zu definieren ist. Aber wieso rumplagen mit der Frage?
Allen voran stellt Anarchismus keine geschlossene Lehre, kein Patent und kein Dogma dar. Anarchismus ist das, was die betroffenen in ihrer jeweiligen Lebenssituation selber draus machen. Zusammen versuchen wir uns mit entsprechenden Denkanstößen der Referenten zu erklären, was eigentlich nur schwer zu erklären ist und nach gemeinsamer Überlegung jedem/ jeder vielleicht sogar eine eigene Vorstellung von „Anarchismus“ eröffnet.
Nach einer gemeinsamen Diskussion stellen die beiden Referenten als konkretes praktisches Beispiel den Anarchismus anhand der ASJ dar. Sie geben Aufschluss was die ASJ ist, was sie will und was sie im Laufe ihrer Bestehens schon alles gemacht hat.