Archiv für Oktober 2008

Eine kapitalistische Krise der anderen Art!

  • aus der reihe nachrichten von der klassenfront

    Dramatischer Anstieg bei psychischen Erkrankungen

    MÜNCHEN (kna) Experten warnen vor einer starken Zunahme von psychischen Erkrankungen.
    Schon jetzt gehe jeder zehnte Arbeitsunfähigkeitstag in Deutschland auf psychische Störungen zurück, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), Wolfgang Gaebel, dem „Focus“. Bis zum Jahr 2020 stünden seelische Erkrankungen wie Depressionen weltweit an zweiter Stelle der Krankheitslast. „Wir sehen hier dramatische Entwicklungen, über die wir uns Gedanken machen müssen“, so Gaebel. Wer psychisch krank werde, müsse nicht selten um sein Ansehen am Arbeitsplatz oder gar um diesen selbst fürchten, so der Düsseldorfer Psychiater. Arbeitgeber müssten deswegen umso aufmerksamer agieren und „die menschliche Ressource hegen und pflegen“.

  • Die große Illusion – Mega-Blase Weltwirtschaft

    Ein Text zur aktuellen Krise, den wir von der „Trend“ Onlinezeitung kopiert haben. Interessant und diskussionswürdig.

    von exner2 am Montag

    Die “Regulierung der Finanzmärkte” wird zum neuen Mainstream. Der CDU-Politiker Heiner Geißler erklärt, dass “die Marktideologie gescheitert” sei. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac fühlt sich bestätigt. Hat man es doch seit Jahr und Tag gesagt: die “entfesselten” Finanzmärkte sind instabil. Nun fühlt Attac seine große Stunde gekommen, so scheint’s. Und man bläst zum Halali: “Die Krise ist die direkte Folge der Gier und der Skrupellosigkeit der Banker und Fondsmanager – und vor allem der Tatenlosigkeit der Politik”, tönt Attac Deutschland auf der Titelseite seiner Webpage.

    Attac liegt falsch.

    Die vermeintliche “Gier” ist dem Kapitalismus eingebaut. In einer Geldwirtschaft macht Produktion nur Sinn, wenn mehr Geld dabei herauskommt als investiert worden ist. Das erzwingt nicht zuletzt die Konkurrenz – wer keinen Profit macht, kommt darin um. Und weil am Markt niemand vor dem anderen sicher ist, wird der Profit auch nach Kräften maximiert. Ganz abgesehen davon, dass in einer Geldwirtschaft es gar nicht anders sein kann, als dass mehr Geld besser ist als weniger Geld. Attac fuchtelt daher zu Unrecht mit dem moralischen Zeigefinger herum. Mehr Moral hilft keinen Zentimeter weiter, wenn das Problem in der Struktur der Gesellschaft liegt. Skrupellos ist es, nur leben zu können, wenn man sich verkaufen kann. Dass Attac dagegen jemals aufgetreten ist, habe ich noch nicht gehört. (mehr…)




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