Archiv für März 2007

Das ewige Verhältnis zum „Judentum“

Ein Artikel aus den aktuellen „Barrikaden-Nachrichten“
Der folgenden Textauszug entstammt einer neuen Broschüre des Syndikat-A mit dem Titel „Das Volk hört die Signale“ / Zur diskursiven Rekonstruktion einer „deutschen Nation“. Die Broschüre behandelt am Beispiel der WM 2006, der aktuellen deutschen Popmusik, der sogenannten Friedenbewegung unter anderem das „neue“ deutsche Nationalgefühl.

Das ewige Verhältnis zum „Judentum“

Dieser Text entsteht, nachdem der dreiwöchige Krieg – und anders kann der Konflikt nicht benannt werden – zwischen der Hezbollah und Israel gerade (zumindest offiziell) beendet ist.
In unserem Zusammenhang ist die Beredsamkeit über diesen Konflikt faszinierend. Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Konflikt- Und Friedensforschung (AKUF) zählte 2004 42 Kriege und bewaffnete Konflikte. 1)
Diese Zahl wird sich bis heute nicht wesentlich geändert haben und an einigen davon ist deutsches Militär explizit beteiligt (u.a. Mazedonien, Kosovo, Afghanistan und Kongo – wir haben oben schon auf dieses Thema hingewiesen). Obwohl – gerade für eine sozialistische Perspektive – andere Konflikte wesentlich mehr Relevanz aufweisen (die Ereignisse im Bundesstaat Oaxaca werden in Mexiko als „Commune von Oaxaca“ behandelt, der Fokus selbst der linken Medien in der BRD liegt jedoch auf dem Nahen Osten), bestimmt dieser Konflikt die Medien, die Straße und das Parlament.
Es gibt sicherlich einige gute (und auch weniger gute) Gründe dafür, diesen Konflikt zu thematisieren: Erstens ist dies in der Tat die Vergangenheit Deutschlands, zweitens ist die Zahl der Hezbollah-Mitglieder in der BRD mit vom Verfassungsschutz geschätzten 900 Personen nicht gerade gering, drittens taten die Bahnanschläge Ende Juli 2006, die augenscheinlich einen islamistischen (nicht: islamischen!) und antisemitischen Hintergrund hatten sowie (viertens) die Debatte um einen Einsatz deutscher Soldaten in der Region – wobei dieser vierte Aspekt durchaus auch Effekt und nicht Grund der medialen Aufmerksamkeit ist – ihr übriges.
Dennoch: Die Emotionen wallen, und auch wenn die Wallung der Emotionen als solches nicht negativ zu bewerten ist (wären sie doch bloß bei der Einführung der Hartz-Gesetze ähnlich übergeschwappt! – dazu kommen wir noch…), fragt sich doch, warum. (mehr…)

Selbstverständniserklärung

Selbstverständnis und minimaler Konsens der Barrikade
(Eifel 1997)

Die Barrikade möchte die Idee einer selbstbestimmten, herrschaftsfreien Gesellschaft vorantreiben. Darunter verstehen wir die völlige Ablehnung jeglicher Herrschaftsstrukturen, Machtungleichheiten und Führungspositionen. Wir wollen Raum schaffen für Menschen, die ihre Belange in die eigenen Hände nehmen, statt sie Politikern, Parteien und Bürokratien zu überlassen.

Dazu gehört, daß wir einen Raum haben, in dem wir uns treffen können und der gleichzeitig für alle interessierten Menschen offen steht, die eigene Weiterbildung zu allgemein politischen und anarchistischen Themen, die Absicht, unsere Politik nach außen zu tragen, vor allem in die nähere Umgebung (Unterstützung von Betroffenen), Informationsveranstaltungen als Gegeninformation zur herrschenden Meinung, eine Gegenkultur zum herrschenden Konsumismus aufzubauen, wobei unser Treffpunkt als Café zu bestimmten Zeiten für alle geöffnet ist.

Wir verstehen uns nicht als Dienstleistungszentrum.
Wir erwarten von allen Gruppen, die die Barrikade nutzen wollen, daß sie sich aktiv an den Strukturen der Barrikade und der erforderlichen Arbeit beteiligen. Zur Zeit bieten wir keine Räume für regelmäßige Treffen von Gruppen.

Die Barrikade ist unabhängig von staatlicher oder kommunaler Finanzierung und somit auch frei von äußerlicher Einflussnahme. Alle Gelder, von denen die Barrikade existiert, kommen aus Förder-/Mitgliedsbeiträgen und Spenden; alle anfallenden Arbeiten werden von den Leuten in ihrer Freizeit unentgeltlich bewältigt. Die Barrikade ist vollkommen unabhängig und selbstverwaltet.




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